Benedikters Biergarten-Vorschlag sorgt für Echo

Mahlknecht: Biergarten-Idee hat Erfolg

Mittwoch, 15. April 2015 | 15:44 Uhr

Bozen – Der Gemeinderatskandidat der SVP, Otto Mahlknecht, freut sich, dass seine Forderung nach mehr Biergärten in Bozen nun auch von politischen Mitbewerbern aufgegriffen wird.

„Gute Ideen in der Politik erkennt man daran, dass sie gleich abgeschaut werden. Es freut mich, dass sich nun Rudi Benedikter von Projekt Bozen ebenso für Biergärten einsetzen möchte“, meint Otto Mahlknecht, Gemeinderatskandidat der Gruppe Zukunft Bozen auf der SVP-Liste.

Mahlknecht stellt sich Biergärten nach traditionellem bayrischem Vorbild vor: „Biergärten sind als Treffpunkte für Familien und Bürgerinnen und Bürger entstanden. Bis heute hat sich die Tradition erhalten, dass man hier auch die selbst mitgebrachte Brotzeit zu sich nehmen kann“, so Mahlknecht. „Für Bozen wäre dies eine gute Gelegenheit, das öffentliche Grün zu bespielen und zugleich zu pflegen. Wo organisiertes soziales Leben stattfindet, bleibt wenig Platz für lichtscheue Gestalten“, erklärt Mahlknecht. „Biergärten werten städtische Grünflächen auf, beleben zugleich das Gastgewerbe und sind ein schönes Schaufenster für die heimische Bozner Brauwirtschaft.“

Biergärten passen laut Mahlknecht in viele öffentliche Parks in Bozen. Wenig abgewinnen kann er dagegen dem Vorschlag von Rudi Benedikter: „Ich darf Herrn Benedikter beim vorgeschlagenen Standort noch etwas nachhelfen: Der Park hinter dem sogenannten Siegesdenkmal ist gewiss nicht geeignet, solange das faschistische Denkmal nicht ernsthaft entschärft wird. Dass hier noch Handlungsbedarf besteht, beweist sein wiederholter nationalistischer Missbrauch durch Neofaschisten und Rechtspolitikern in den letzten Wochen“, sagt Rechtsanwalt Otto Mahlknecht.

BISHER (14.04.2015): Benedikter schlägt Biergarten im "Sieges-Park" vor

Ein Biergarten im Siegespark würde das Faschisten-Denkmal viel nachhaltiger entzaubern und zivilisieren als jede Namensänderung. Diese Überzeugung vertritt der Gemeinderat von Projekt Bozen, Rudi Benedikter.

„Mit dem Museum im Siegesdenkmal ist uns ein erster wichtiger Schritt geglückt, das faschistische Monument zu historisieren, es als politischen Sprengsatz zu entschärfen und es damit in gewisser Weise zu „zivilisieren“. Weiter auf diesem Wege! Denn jedes Museum hat ein anständiges Cafè oder eine Cafeteria, eine Bar oder einen Gastgarten. Warum nicht auch dieses: Der Park westlich des Denkmals bietet sich dafür geradezu an“, so Benedikter in einer Aussendung.

Gleichzeitig kritisiert er den Vorschlag vom SVP-Gemeinderat Luis Walcher. Dieser reichte einen Beschlussantrag zur Umbenennung des Siegesplatzes in „Platz des Antifaschismus“ ein.

Walcher Vorschlag reiße ganz unnötig alte Wunden auf, mit Kalkül stifte er Unfrieden. „Punktgenau vor den kommenden Gemeindewahlen. Er hat offensichtlich aus dem Debakel von 2002 nichts gelernt“, meint Benedikter.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen