"Mögliche 240.000 Euro zu viel"

Manager-Gehälter: Landesregierung bremst

Dienstag, 29. September 2015 | 18:00 Uhr

Bozen – In den vergangenen Wochen wurden in mehreren Landesgesellschaften Spitzenpositionen vergeben.

Bevor aber die jeweiligen Verwaltungsräte beim Gehalt übers Ziel hinausschießen, drückt die Politik auf die Bremse.

Die möglichen 240.000 Euro brutto – die laut Renzi-Dekret möglich sind – seien zu viel, erklärt Landeshauptmann Kompatscher.

Heute wird die Landesregierung auf ihrer wöchentlichen Sitzung über die Aufwandsentschädigungen der Spitzenmanager in den Landesgesellschaften diskutieren.

Die Landesregierung beabsichtigt, einen Rahmen mit zulässigen Höchstbeträgen festzulegen. Daran sollen sich die Verwaltungsräte der jeweiligen Gesellschaften – die am Ende über das Gehalt der Manager bestimmen – halten.

„Laut Renzi-Dekret können die Direktoren von öffentlichen Gesellschaften maximal 240.000 Euro brutto jährlich verdienen“, erklärt Kompatscher gegenüber dem Tagblatt Dolomiten. Diese Obergrenze sei der Landesregierung für Südtirol aber „in den allermeisten Fällen zu hoch“.

240.000 Euro würden laut dem Landeshauptmann für Johann Wohlfarter, den Generaldirektor des künftigen Südtiroler Energiebetriebs aus der Fusion von SEL und Etschwerken passen. Immerhin verwalte er einen Betrieb mit über 1.000 Angestellten und Milliardenumsatz.

Für kleinere Gesellschaften wie die Südtiroler Informatik AG kann sich Kompatscher solche Spitzengehälter nicht vorstellen. Hier sei nach Umsatz und Mitarbeitern nach unten zu differenzieren und dies werde die Landesregierung heute tun.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen