Vermutlich war der Mann über steiles Gelände abgestürzt

Martell: Ist Dietmar Koether der tote Bergsteiger?

Montag, 18. Juli 2016 | 08:00 Uhr

Martell – Am frühen Sonntagnachmittag wurde im Martelltal gegen 15.00 Uhr eine Leiche geborgen.

Wie die Bergrettung Martell berichtet, hatten zwei deutsche Bergsteiger auf 3.200 Meter Seehöhe im steilen unzugänglichen Gelände circa 150 Meter unterhalb der mittleren Pederspitze abseits vom Weg einen leblosen Körper entdeckt und die Landesnotrufzentrale verständigt.

Die Bergrettung Martell wurde mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 1 zur Unfallstelle geflogen und barg den nicht mehr identifizierbaren Körper einer männlichen Leiche.

Die Leiche wurde mittels Seilwinde geborgen und mit dem Hubschrauber in die Leichenkapelle von Martell überführt. Vermutlich war die Person 150 Meter über steiles Gelände abgestürzt und in schlecht einsehbarem Gelände, hinter einem Felsvorsprung liegengeblieben. Zum Zeitpunkt der Bergung war der tödlich Verunglückte noch teilweise von Schnee bedeckt.

Vor Ort im Einsatz standen die Bergrettung von Martell, der Rettungshubschrauber Pelikan 1, die von Carabinieri Martell sowie die Notfallseelsorge.

Auch sonst war der Sonntag für die Bergrettung von Martell sehr ereignisreich.
Bei zwei vorangegangenen Einsätzen mussten die Bergretter zu einem medizinischen Notfall und ins Hintermartell ausrücken, wo sich eine Person bei der Schulter verletzt hatte, bevor sie zur Leichenbergung ins Pedertal gerufen wurde.

Die Identität des Leichnams steht noch nicht fest. Allerdings wird vermutet, dass es sich bei dem Mann um Dietmar Koether aus Deutschland handeln könnte.

Der 57-Jährige aus Deutschland wird seit dem 10. September 2015 vermisst. Wegen des Neuschnees und Nebels musste damals die Suche abgebrochen werden.

Wie die Carabinieri aus Schlanders angaben, sollen am Montag Koethers Angehörige in Deutschland kontaktiert werden, um die Leiche zu identifizieren.

Von: ©ka/mk