Die BürgerUnion kritisiert private Praktiken des SVP-Kandidaten Gerhard Gruber

Meran: “Wohnsitz-Geschichte des SVP-Kandidaten befremdlich”

Mittwoch, 29. April 2015 | 16:34 Uhr

Meran – Einigermaßen befremdlich wirken nach Ansicht der Meraner Specherin der BürgerUnion, Josefa Brugger, die Wohnsitz-Versäumnisse des Meraner SVP-Bürgermeisterkandidaten, Gerhard Gruber. Wie Brugger meint, habe Gruber laut von ihm selbst bestätigten Medienmeldungen jahrelang in einer ihm gehörenden Wohnung seinen Wohnsitz gemeldet, in der er gar nicht mehr gewohnt hätte. In der Wohnung Grubers hätten zur selben Zeit Mieter gewohnt, allerdings ohne Mietvertrag.

Gruber habe dies alles mit nicht absichtlichen Versäumnissen begründet. Laut Brugger sei es jedoch befremdlich, dass die Verwaltungen bei Normalbürgern jede noch so kleines Versäumnis schnell herausfänden und auch ahnden würden, dass die Meraner Stadtverwaltung aber offensichtlich den doppelten Wohnsitz von Mietern und Vermieter in ein und der selben Wohnung sowie den fehlenden registrierten Mietvertrag nicht bemerkten.

Zudem sei befremdlich, dass dadurch möglicherweise die Immobiliensteuer nicht bezahlt worden wäre und auch andere steuerrechtliche Fragen noch ungeklärt seien. "Fehler kann jeder machen, auch ein angehender Bürgermeister. Aber dass Mietverträge abgeschlossen werden sollten und wie die Immobiliensteuerregelungen aussehen, sollte ein künftiger Bürgermeister schon wissen. Zudem ist nicht klar, warum die Sache so lange niemandem aufgefallen ist", so Brugger abschließend.

Auch die Süd-Tiroler Freiheit hat in der Angelegenheit eine Anfrage im Gemeinderat eingereicht, wie Gemeinderätin Reinhild Campidell in einer Pressemitteilung erklärt. Die Freiheitliche Ortsgruppe von Meran verlangt ebenfalls vom Meraner Bürgermeister Günther Januth die Offenlegung der laut Medienberichten jahrelang nicht gezahlten Gemeindeimmobiliensteuern des SVP-Bürgermeisterkandidaten Gerhard Gruber.

Von: ©mh