Auch beim Kaufpreis von über einer Million gibt es einen Beitrag

Mit Landeshilfe zur Luxuswohnung

Montag, 13. April 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Während einerseits die Zahl der Obdachlosen in Südtirol steigt, hilft das Land anderseits beim Ankauf von Luxuswohnungen mit einem Preis von über einer Million Euro mit. Darauf macht das Tagblatt Dolomiten in der Ausgabe am Montag aufmerksam.

Möglich ist dies deshalb, weil der Kaufpreis von Wohnungen, für die es einen Zuschuss vom Land gibt, nicht gedeckelt ist.

So gibt es beispielsweise für eine Wohnung in Bozens bester Lage mit einer Größe von 98 Quadratmeter und mit einem Preis 1,050 Millionen Euro einen Beitrag vom Steuerzahler. Im Vergleich zum Kaufpreis fällt dieser mit 11.000 bis 16.000 Euro zwar nicht hoch aus, weil sich die Antragsteller meist in den höchsten Einkommenskategorien befinden. Die Frage ist allerdings, ob so jemand überhaupt einen Zuschuss braucht.

Erklärtes Ziel des Wohnbauförderungsgesetzes ist es laut dem Dolomiten-Bericht, „breiten Bevölkerungsschichten, die aus Eigenmitteln nicht imstande sind, zum Wohnungseigentum zu verhelfen“. Ob das Gesetz dem Anspruch gerecht wird, sei allerdings dahingestellt. Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher möchte nachbessern.

In Österreich gibt es schon lange eine Deckelung. Bei 2.200 Euro pro Quadratmeter bzw. rund 300.000 Euro für die klassischen 110 Quadratmeter bezuschusst die öffentliche Hand nichts mehr. In Südtirol, wo ein gefördertes Reihenhaus bereits 430.000 bis 530.000 Euro kosten kann, müsste man wohl etwas höher ansetzen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen