Ungereimtheiten beim Bau der Eisackbrücke zum Twenty

Muss Spagnolli bald vor Gericht?

Sonntag, 28. Juni 2015 | 14:29 Uhr

Bozen – Die Bozner Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sie gegen Bürgermeister Luigi Spagnolli einen Antrag auf Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen Amtsmissbrauchs stellen wird.

Es geht dabei laut Medienberichten um den Bau der Eisackbrücke ins Einkaufszentrum „Twenty“. Dem Bürgermeister wird vorgeworfen, die Baugenehmigung für die neue Brücke erlassen zu haben, obwohl die Brücke zu einem kleinen Teil auf dem Nachbargrundstück errichtet wurde. Zudem seien die Mindestabstände nicht eingehalten worden.

Die beiden stellvertretenden Staatsanwälte Igor Secco und Giancarlo Bramante stellen im Moment die letzten Überprüfungen an, dann wollen sie entscheiden, ob sie Antrag auf Eröffnung eines Hauptverfahrens hinterlegen werden.

Vor allem die Frage, warum nicht abgeklärt wurde, ob das Grundstück auch Eigentum des Bauherren ist, soll geklärt werden.  

Dass das betreffende Nachbarsgrundstück nachträglich von der Podini-Gruppe aufgekauft wurde, ist vor Gericht wenig relevant.

Die Tatsache, dass grünes Licht für den Bau gegeben wurde, wird nämlich heute von der Staatsanwaltschaft als starkes Indiz dafür gewertet, dass die Gemeindeverwaltung bzw. der Bürgermeister das Verwaltungsverfahren in Zusammenhang mit der Ausstellung der Konzessionen nicht gefährden wollte. Dies habe letztlich die Podini-Gruppe begünstigt, heißt es Medienberichten zufolge.

Die Eisackbrücke wurde von der Podini-Gruppe errichtet, die das Einkaufszentrum Twenty betreibt.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen