FH: "Landesregierung ist zu romhörig"

Mut nach Trientner Modell in Sachen Geburtenstationen gefordert

Montag, 27. Juli 2015 | 17:07 Uhr

Bozen – Während die Südtiroler Landesregierung bei Vorschriften der römischen Regierung im Sanitätswesen ohne große Proteste klein beigibt, schlägt die Trientner Landesregierung einen harten Kurs in Bezug auf die Schließung ihrer kleinen Geburtenabteilungen ein und setzt kurzerhand die zuständige Landesrätin Borgonovo Re ab. Dies stellt die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer fest.

„Die Provinz Trient wagt den mutigen Schritt, sich gegen die Abmachungen in der Staat-Regionen und der Autonomen Provinzen Trient und Bozen Konferenz zu stellen, zum Wohle und zum Schutz ihrer Bevölkerung. Die zuständige Südtiroler Landesrätin Dr. Martha Stocker zeigt sich stattdessen solidarisch mit der abgesetzten Landesrätin Borgonovo Re und prognostiziert die unausweichliche Schließung der Geburtenstationen in Schlanders und Sterzing im Jahr 2016, falls die technische Kommission nicht zu einem anderen Schluss kommt“, so Oberhofer.

„In Südtirol konnten eine „Aktuelle Debatte“ und sämtliche Beschlussanträge vonseiten der Opposition zum Erhalt der peripheren Geburtenstationen, die Entscheidung der Landesregierung nicht beeinflussen und es musste mit angesehen werden, wie man die, von der Bevölkerung für ihren außergewöhnlichen Dienst und Fleiß geschätzten Geburtenstationen, zuerst in Innichen und nun auch in Schlanders und Sterzing einfach auslöschen will“, heißt es weiter.

„Einmal mehr zeigt sich, wie sich die Südtiroler Landesregierung einfach vor den Vorgaben der römischen Regierung verneigt und ihre Aufträge hörig und brav ausführt, zum Nachteil der Bevölkerung“, betont Oberhofer. „Es ist eine Tragödie“, stellt die Freiheitliche fest und nennt das Beispiel vieler Bergbauernfamilien, „welche laut Aussagen einerseits gestärkt und gefördert werden sollen, andererseits werden sie bei ihrer Familienplanung völlig im Regen stehen gelassen, da ihre Anfahrtszeiten von zu Hause bis zum Krankenhaus ohnehin schon weit sind.“

„Wo bleibt die Extrawurst-Scheibe für Südtirol in diesem Fall? Wenn unsere besonderen geographischen Gegebenheiten nicht Grund genug für das Schlupfloch der Sonderregelung für den Erhalt von Geburtenstationen mit rund 300 Geburten pro Jahr sind, dann gibt es keinen Grund für eine derartige Sonderregelung“, ist Oberhofer überzeugt.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen