Mandatare sollen einspringen

Neues Loch in der SVP-Kasse

Dienstag, 28. Juli 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Nach der Gemeindewahl klafft ein neues Loch in der Kassa der SVP. Mit der Wahl im Mai wurde die Zahl der Ausschussmitglieder in den Rathäusern und das Salär der Bezirkspräsidenten stark reduziert. Das bedeutet für die SVP 100.000 Euro weniger Einnahmen aus Partei-Abgaben.

Jetzt soll umgehend gegengesteuert werden: Deshalb steigen die Partei-Abgaben für die Mandatare in Brüssel, Rom und im Landtag an.

Vier Landtagsabgeordnete, die keine Bürgschaft übernommen haben, werden mit Barem zur Kasse gebeten. Widerstand ist bereits vorprogrammiert.

Die Abgaben der Abgeordneten der SVP werden von zehn auf zwölf Prozent, berechnet auf das Nettoentgelt, steigen. Laut dem Tagblatt Dolomiten verlangen andere Parteien von ihren Mandataren 40 Prozent der Entschädigung.

Vorstellig wird die SVP laut Bericht aber auch bei jenen Abgeordneten, die im Mai 2014 keine Bürgschaft für die Partei übernommen haben. Um Obmann Philipp Achammer einen optimalen Start zu ermöglichen, wurden damals 1,2 Millionen Euro in Form von Bürgschaften von je 64.000 Euro auf 24 Mandatare und Mitglieder der SVP-Leitung umverteilt. Mit Sepp Noggler, Veronika Stirner, Waltraud Deeg und Albert Wurzer spielten vier aber nicht mit.

Herbert Dorfmann, der Vorsitzende der SVP-Finanzkommission, verlangt als Ausgleich fünf Prozent der Bürgschaft. Dies habe die SVP-Leitung vor Monaten beschlossen und gestern bestätigt.

Wer keine Bürgschaft hat, muss sich bis Ende August entscheiden, ob er doch eine will oder 3.200 Euro an die SVP zahlt, so Obmann Achammer. Weil es aber immer wieder Ausnahmen gab, regt sich Widerstand.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen