Michael Haniger kehrte von einem Tauchgang nicht zurück

Obduktion bringt Klarheit: Haniger tauchte zu schnell auf

Donnerstag, 30. Juli 2015 | 08:10 Uhr

Bozen – Die Obduktion des am Samstag bei einem Tauchgang im Zoggler-Stausees verunglückten Michael Haniger brachte Klarheit über die Todesursache.

Demnach tauchte der 32-Jährige zu schnell auf. Dabei nahm laut Medienberichten ein Lungenflügel Schaden. Zu diesem Ergebnis ist der Pathologe Mattia Barbareschi bei seiner Autopsie am Leichnam des verunglückten Tauchers gekommen.

Auch die Tauchausrüstung von Haniger wurde unter die Lupe genommen, es wurden aber keine Funktionsfehler entdeckt.

Der leblose Körper von Haniger konnte erst nach einer langen Suchaktion am Sonntagvormittag im See gefunden werden.

Er war mit zwei Kameraden zum Tauchen im Stausee, hatte den beiden aber unter Wasser angedeutet, dass er früher auftaucht. Was ihn dazu veranlasst hat, wird wohl ungeklärt bleiben. 

Jedenfalls steht jetzt fest, dass es für den tödlichen Freizeitunfall keine Mitverantwortlichen gibt.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (27.7.2015)

Die Suche nach dem im Zogglerstausee in Ulten vermissten Taucher wurde am Sonntagfrüh wieder aufgenommen. Am späten Vormittag dann die traurige Gewissheit: Der 32-jährige Michael Haniger aus St. Leonhard in Passeier ist tot.

Seine Leiche wurde in einer Tiefe von 20 Metern entdeckt und geborgen. Um die genaue Todesursache zu klären, wurde eine Obduktion angeordnet.

Rund 40 Einsatzkräfte suchten nach dem jungen Mann. Er kehrte am Samstagnachmittag von einem Tauchgang nicht mehr zurück.

Der Verkaufsleiter bei Raiffeisen-Online gehörte einer dreiköpfigen Hobby-Tauchergruppe aus dem Burggrafenamt an, die die idealen Wetterbedingungen am Samstag genutzt hatte, um einen Tauchgang im Stausee zu machen.

Wie die Sonntagszeitung "Zett" berichtet, soll Haniger als erster alleine wieder aufgetaucht sein und seinen Kollegen ein positives Signal gegeben haben.

Als diese wenig später ebenfalls auftauchten, fehlte vom 32-Jährigen jede Spur. Zunächst suchten die beiden Taucher selbst nach ihrem Kameraden, setzten dann aber einen Notruf ab.

Unter der Einsatzleitung der Bozner Berufsfeuerwehr begann die intensive Suche, an der die Freiwillige Feuerwehr St. Walburg, die Wasserrettung, der Rettungshubschrauber Aiut Alpin, die Freiwillige Feuerwehr Meran mitsamt Bootsgruppe, Taucher der Berufsfeuerwehr sowie die Carabinieri und die Finanzwache beteiligt waren.

Der 32-jährige Michael Haniger ist das erste Tauch-Opfer, das der Zogglerstausee fordert, heißt es Medienberichten zufolge.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (25.7.2015)

Laut Medienberichten findet derzeit im Zogglerstausee im Ultental eine große Suchaktion statt. Bei einem Tauchgang im Stausee war ein Taucher nicht mehr aufgetaucht. Gegen 14.30 Uhr wurde daher von anderen Tauchern der Alarm ausgelöst.

Derzeit bemühen sich verschiedene Feuerwehren der Umgebung sowie Taucher der Berufsfeuerwehr Bozen und der Wasserrettung von Meran den vermissten Taucher zu finden. Bisher aber leider noch ohne Erfolg.

Von: ©ka/iu