Alle Vorkehrungen wurden getroffen

Österreich bereit für Grenzkontrollen am Brenner

Donnerstag, 17. September 2015 | 12:00 Uhr

Brenner – Die österreichische Polizei hat einen Medienberichten zufolge Vorkehrungen getroffen, um auch an der Brennergrenze eventuelle Kontrollen durchführen zu können.

Die österreichische Autobahngesellschaft Asfinag hat bereits ein großes Schild mit der Aufschrift „Grenzübergangsstelle“ aufgestellt.

Die Situation werde täglich überprüft. Sollte der Bedarf bestehen, könne man mit den Kontrollen sofort loslegen, erklärte der Direktor der Tiroler Polizei, Helmut Tomac, gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Derzeit keine steigende Tendenz bei Flüchtlingszahlen in Tirol

Tirol verzeichnet unterdessen nach wie vor keine steigende Tendenz bei den Flüchtlingszahlen. Kritisch gesehen wird die Verlagerung der Fluchtrouten nach dem Dichtmachen der serbisch-ungarischen Grenze. Die Flüchtlinge kommen jetzt verstärkt über Kroatien und Slowenien nach Südösterreich.  „Noch gibt es keine Auswirkungen auf Tirol. Wir beobachten die Entwicklung aber sehr genau“, informiert Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dietmar Schennach im Anschluss an die Lagebesprechung von Polizei, Land Tirol sowie den Einsatz- und Hilfsorganisationen.

In Kufstein wurde heute, Donnerstag, mit Unterstützung des Bauhofs der Stadtgemeinde Kufstein und der Freiwilligen Feuerwehr Kufstein mit dem Aufbau von zwei Großzelten zur Unterbringung von Flüchtlingen begonnen. Die beiden 600 und 800 Quadratmeter großen Zelte bieten Platz für bis zu 500 Flüchtlinge. Die Großzelte samt den kleineren Versorgungs- und Ausgabezelten werden morgen, Freitag, fertig sein. Am Samstag wird das Notquartier in der Kufstein Arena geschlossen. Dieses wurde bis dato nicht benötigt.

In den internationalen Reisezügen vom Brenner Richtung Deutschland befinden sich derzeit aufgrund der Kontrollen Italiens nur wenige Flüchtlinge. Um erhöhte Vorsicht bittet Schennach alle VerkehrsteilnehmerInnen. Zum einen kommt es aufgrund der Grenzkontrollen im Kiefersfelden zu langen Staus und Gefahrensituationen, zum anderen müsse man auch damit rechnen, dass Flüchtlinge vermehrt zu Fuß entlang der Straßenverbindungen unterwegs sind. 

Von: ©mk/land tirol

Bezirk: Wipptal