Elf Kilo im Körbchen

Pilzfrevler: Römer zahlt höchste Strafe

Dienstag, 22. September 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Wer in Südtirols Wäldern Pilze sammeln will, muss bestimmte Regeln einhalten. Das Amt für Forstverwaltung hat laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten einen Überblick über die ausgestellten Strafen bekannt gegeben. Bisher wurden heuer rund 160 Strafen landesweit ausgestellt, wobei ein Römer in diesem Jahr sicher die höchste Strafe erhielt.

Der Mann hatte im Gemeindegebiet von Terenten elf Kilo Pilze zusammengerafft. Weil er keine Einzahlungsquittung hatte, blätterte er 57 Euro hin. Außerdem wurden 34 Euro pro Kilo an Pilzen fällig. Insgesamt waren es 431 Euro.

Wer außerhalb seiner Wohnsitzgemeinde auf Pilzesuche geht, muss dafür eine Ermächtigung einholen und für den Einzahlungsschein acht Euro zahlen. Der Mann aus Rom ist für Südtirol ein typischer Fall: Die meisten Pilzfrevler sind nicht Einheimische, sondern stammen aus anderen Provinzen Italiens, berichtet das Tagblatt „Dolomiten“.

Auffallend ist für das Amt für Forstverwaltung auch, dass gar einige, die beim Pilzesammeln gegen die Regeln verstoßen haben, Wiederholungstäter sind und bereits in den vergangenen Jahren mit zu großen Mengen oder ohne Einzahlungsquittung erwischt wurden.

Heuer wurden viele Strafen im Hochpustertal ausgestellt, besonders im Raum Gsies. In den vier Südtiroler Gemeinden Altrei, Karneid, Tiers und Welschnofen darf überhaupt nicht gesammelt werden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen