Sie will ihrem Wählerauftrag gerecht werden

Pitarelli: “Ich stehe zu meiner Haltung”

Freitag, 03. Juli 2015 | 15:32 Uhr

Bozen – In einer Stellungnahme meldet sich die Bozner Gemeinderätin Anna Pitarelli zu Wort und erklärt: „Ich stehe zu meiner Haltung“.  

Bereits Anfang des Jahres hatten SVP und PD entschieden, ohne die Gruppierung der Ökosozialen bei der Gemeinderatswahl zu kandidieren, um dem Stillstand in Bozen ein Ende zu setzen.

„Gleich nach der Wahl war plötzlich genau diese Gruppierung der erste Ansprechpartner für die Bildung einer Regierung“, bemängelt Pitarelli.

„Ich habe immer gesagt, dass die Ökosozialen kein Partner für eine Regierung sind. Meine Haltung wurde auch von  den Medien veröffentlicht. Zudem habe ich im Koordinierungsausschuss meinen Unmut in Bezug auf die aggressive und erpresserische Vorgehensweise der Ökosozialen ausgedrückt und unmissverständlich klargestellt: Mit dieser Partei möchte und werde ich nicht zusammenarbeiten“, schreibt sie weiter.

„Ich habe ebenso meine Bedenken zum Regierungsprogramm ausgedrückt und mit einer Enthaltung abgestimmt. Auch war ich am 23. Juni, am Tag vor der Abstimmung im Gemeinderat, bei der Sitzung der Mehrheit nicht anwesend. Niemand hat wohl meine Position ernst genommen. Niemand hat wohl damit gerechnet, dass es Politiker gibt, die ihrer Einstellung und ihrer Haltung treu bleiben und auch nach der Wahl zu dem stehen, was sie vor einer Wahl gesagt oder versprochen haben“, betont Pitarelli.

Kein freiwilliger Austritt

„Verschiedene Verantwortungsträger der Bozner SVP haben mich aufgefordert, freiwillig aus der SVP auszutreten, oder gar aus dem Gemeinderat zurückzutreten. Dies, weil ich zu meiner Haltung stehe. Selbstverständlich werde ich nichts von dem tun. Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der SVP und habe viele, viele Stunden ehrenamtlich in verschiedenen Parteigremien, aber auch als Präsidentin des Stadtviertelrates Gries-Quirein, mitgearbeitet. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass junge Menschen sich für Politik interessieren und aktiv für die Zukunft ihrer Heimat mitarbeiten“, erklärt die Gemeinderätin.

„Mein politisches Engagement steht für Erneuerung“

„Die SVP hat viele Dinge durchgesetzt, die Südtirol vorangebracht haben. Die SVP ist in ihrer Eigendefinition eine Sammelpartei, und sie schreibt ja selbst: Miteinander ist ein zentraler Wert der SVP. Unter dem Edelweiß finden verschiedenste Interessen und Strömungen ihre gemeinsame politische Heimat. In einer solchen Sammelpartei müssen verschiedene Meinungen nicht nur Platz finden, sondern unbedingt erwünscht sein. Mein politisches Engagement steht für Erneuerung“, unterstreicht Anna Pitarelli.

Bozen werde sich – ohne Veränderung – nicht weiterentwickeln, sondern weiter im Stillstand verharren. Das sei für Bozen nicht gut, und das sei für die Bürgerinnen und Bürger nicht gut. „Die Wählerinnen und Wähler haben mir den Auftrag zur Erneuerung erteilt und ich bin, im Gegensatz zu manch anderen, nicht nur mit einem Restmandat in den Gemeinderat geschlüpft. Es gibt daher überhaupt keinen Grund, dass ich meinen Wählerauftrag in Frage stelle, meine Haltung ändere, oder gar mein Mandat zurücklegen sollte“, so Pitarelli.

Bozen müsse sich erneuern, und Bozen werde sich erneuern. „Bozen muss von Menschen verwaltet werden, die nicht die eigenen Interessen und den Postenschacher im Sinn haben, sondern die bereit sind, ein Programm für die Zukunft und für die Erneuerung der Stadt zu schreiben, dieses mittragen und dieses auch umzusetzen wollen. Ich bin dazu bereit“, heißt es abschließend.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen