Seitenhieb von Vettori gegen Steger

Pitarelli zur Lega? – Partei sagt Nein

Dienstag, 30. Juni 2015 | 09:57 Uhr

Bozen – Die Bozner Lega Nord zeigt sich sehr verwundert über die Aussage des SVP-Ortsobmanns Dieter Steger, dass sich Gemeinderätin Pitarelli bei der Lega einschreiben solle.

„Herr Steger, räumen Sie mal Ihren eigenen Polit-Laden auf und überlassen Sie ruhig uns, wen wir in die Lega aufnehmen“, meint Carlo Vettori in einer Aussendung.

Es sei durchaus verständlich, dass Dieter Steger zur Zeit unter starkem Druck steht, da er seine Ortsgruppe anscheinend nicht im Griff hat. „Einerseits hält sich Gemeinderätin Pitarelli nicht an die Parteidisziplin, zudem muss die Bozner Volkspartei bei jeder Wahl katastrophale Stimmenverluste hinnehmen. Während die Lega ihre Wählerschaft von 2005 heuer verneunfachen konnte, hat die SVP ihre Stimmen fast halbiert. Bei der sprunghaften SVP-Politik ist das auch kein Wunder: Benko ja – Benko nein, mit den Ökoradikalen ja – mit den Ökoradikalen nein“, so Vettori.

„Die Lega möchte Anna Pitarelli jedenfalls nicht aufnehmen, weil sie nicht zur Partei passt. Trotzdem fehlt es der Lega nicht an Mitgliedschaftsanträgen. Es haben schon mehrere ehemalige SVP-Mitglieder unser Parteikärtchen beantragt“, fügt Vettori hinzu.

„Dieter Steger kann gerne uns überlassen, wen wir in die Lega aufnehmen. Das kriegen wir ohne ihn bestens hin. Es wäre durchaus angebracht, wenn Herr Steger die Zeichen der Zeit erkennen und als Ortsobmann zurücktreten würde. Das wäre endlich einmal wirklich konsequent – um ein Wort zu verwenden, das in SVP-Kreisen in den letzten Tagen überstrapaziert wurde“, schließt Vettori seine Stellungnahme.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen