Er verweist auf Gerhard Gruber und Martin Außerdorfer

Pöder: “Doppelverdiener als Bürgermeister unterm Achammer-Edelweiß”

Mittwoch, 15. April 2015 | 16:53 Uhr

Bozen – Bei den Landtagswahlen noch das große Thema, die Doppelverdiener in der Landespolitik, scheint man in der SVP bei den bevorstehenden Bürgermeisterwahlen diese Thematik plötzlich aus den Augen verloren zu haben. Diese Ansicht vertritt zumindest der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder von der BürgerUnion.

„Der Meraner Bürgermeisterkandidat der SVP, Gerhard Gruber, beispielsweise wäre als Geschäftsführer der Marienklinik und als Präsident der Meraner Stadtwerke und als Bürgermeister schon regelrecht ein Mehrfachverdiener. Die Präsidentschaft in den Meraner Stadtwerken läuft zwar mit der Bilanzgenehmigung 2015 aus, aber es bleibt dann beispielsweise immer noch die Position in der Marienklinik, die zwar eine Privatklinik ist aber auch öffentlich mitfinanziert wird“, so Pöder.

Auch beim Präsidenten der Südtiroler Transportstrukturen AG STA, Martin Außerdorfer, würde sich laut Pöder zum Beispiel die Frage des Mehrfachverdieners stellen. Die STA gehöre zu 100 Prozent dem Land Südtirol. Außerdorfer sei als Vertreter des Landes Aufsichtsratsmitglied in der Brennerbasistunnelgesellschaft.
 
Pöder erinnert daran, dass bei den Landtagswahlen strenge politische Kriterien angewandt worden seien, wonach Doppelverdiener im öffentlichen Bereich oder im Verbandsbereich entweder bereits bei der Kandidatur oder spätestens im Falle der Wahl angewandt wurden.

„Bereits vor den Wahlen mussten sich die Betroffenen öffentlich erklären, ob sie nach der Wahl ihre Funktionen beibehalten oder abgeben wollen. Dies müsste auch für Bürgermeisterkandidaten gelten, zumal wie im Falle von Gerhard Gruber dem Kandidaten der stärksten Partei für das Bürgermeisteramt der zweitgrößten Stadt Südtirols. Aber auch im Falle Außerdorfer, der sich anschickt künftig ein Bürgermeistergehalt zu beziehen, sollten diese Kriterien gelten“, so Pöder.

Von: ©mk