"In sieben Monaten sechs Endabrechnungen"

Pöder: ESF-Amt weiterhin im Chaos

Dienstag, 15. September 2015 | 14:58 Uhr

Bozen – "In der Europaabteilung der Landesverwaltung und insbesondere im ESF-Amt herrscht Chaos." Darauf verweist der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

"Von den Projekten, die im Rahmen des Europäischen Sozialfonds finanziert werden, sind in den letzten sieben Monaten gerade mal sechs endgültig abgerechnet worden, obwohl Landeshauptmann Arno Kompatscher mit Claudio Spadon einen ESF-Experten von außen als Verwaltungsleiter ins ESF-Amt geholt hat", so der Abgeordnete.

"Spadon war vom Landeshauptmann sozusagen als ESF-Gott angekündigt worden, Wunder hat er bislang allerdings keine vollbracht", bemängelt Pöder.

"Im Monat wird ein Projekt endgültig abgewickelt und abgerechnet und die entsprechende Summe mit Saldorechnung ausbezahlt, während die kleineren Projektträger und Firmen vor dem finanziellen Aus stehen oder manche von ihnen bereits aufgeben mussten. Dabei warten 600 Projekte noch auf die Abwicklung durch das ESF-Amt", so der Abgeordnete.

"Die Landesregierung hat die ESF-Misere schlicht und ergreifend nicht im Griff. Dafür trägt Landeshauptmann Arno Kompatscher selbst die volle Verantwortung, die Europa-Abteilung ist ihm direkt unterstellt."

Pöder will nun im Landtag nachfragen, was die letzten ESF-Operationen der Landesregierung, vor allem die Einstellung des Experten Spadon gebracht und gekostet haben.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen