Kritik an Umbildung der Landesregierung

Pöder: “Nein zum PD als Vermögensverwalter des Landes”

Donnerstag, 04. Juni 2015 | 17:42 Uhr

Bozen – Die Vermögensverwaltung des Landes Südtirol darf nach Ansicht des Landtagsabgeordneten Andreas Pöder von der BürgerUnion keinesfalls dem Partito Democratico und Landesrat Christian Tommasini übertragen werden.

„Das wäre der völlig falsche Weg, dem italienischen Regierungspartner der SVP neben den 14.000 Wobi-Wohnungen auch noch die Verwaltung des gesamten Vermögens des Landes zu übertragen“, so Pöder.

„Wie weit will die SVP noch die Hosen vor dem Südtiroler Partito Democratico runterlassen? Tommasini hat schon ein Mega-Ressort mit den Öffentlichen Arbeiten und dem Wobi, Grundbuch und Kataster sowie Italienische Schule, Berufsbildung und Kultur. Wenn er jetzt Tiefbau abgibt und die Vermögensverwaltung des Landes erhält, wird sein Ressort nicht kleiner sondern eher noch gewichtiger“, so Pöder.

„Tommasini hat als Landesrat für Wohnbau und somit auch politisch Verantwortlicher für die über 14.000 Wobi-Immobilien nicht unbedingt geglänzt. Also warum soll das jetzt mit der gesamten Vermögensverwaltung des Landes anders sein? Möglicherweise soll dieses Geschenk an Tommasini auch ein wenig dazu dienen, den in der Landesregierung vertretenen PD-Flügel bei Laune zu halten, nachdem die SVP bei den letzten Gemeinderatswahlen in Leifers die Landeschefin des PD abgeschossen hat“, vermutet Pöder.

Überhaupt würden bestimmte PD-Funktionäre in Südtirol mit Posten überhäuft. Pöder nennt den Vize-Landeschef des PD, Carlo Costa. Dieser sei nicht nur im Brotberuf technischer Generaldirektor der Brennerautobahngesellschaft, sondern daneben noch Vize-Präsident der Sparkasse-Stiftung und Vizepräsident der Brixner-Stadtwerke, erklärt Pöder.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen