Landesrätin Martha Stocker bestätigt Verdacht der Süd-Tiroler Freiheit

Probleme bei der Auszahlung von Arbeitslosengeld

Mittwoch, 15. April 2015 | 17:12 Uhr

Bozen – In letzter Zeit wurden der Süd-Tiroler Freiheit häufiger Berichte zugetragen, wonach das Nationale Institut für soziale Fürsorge NISF/INPS aus Personalmangel über einen längeren Zeitraum nicht imstande gewesen sei, das Arbeitslosen- bzw. Mobilitätsgeld auszuzahlen. Die Bewegung hat deshalb eine Anfrage im Landtag eingereicht. Landesrätin Martha Stocker bestätigte nun: „Es entspricht den Tatsachen, dass die Auszahlung des Arbeitslosengeldes durch das NISF mit einigen Monaten Verzögerung erfolgt.“

Die Landesrätin räumte auf Anfrage der Bewegung zudem ein, dass die Probleme alle Zweigstellen des NISF in Südtirol betreffen. Da die Landesregierung hier keine primäre Zuständigkeit habe, könne sie nur mit dem Institut reden und indirekt auf eine Verbesserung hinarbeiten.

Für die Süd-Tiroler Freiheit beweise diese Episode einmal mehr, welche täglichen Probleme mit der Zugehörigkeit Südtirols zu Italien verbunden seien, schreibt die Bewegung in einer Aussendung. „Menschen, die auf die soziale Stütze angewiesen sind, können meist nicht lange auf das Geld warten. Sie befinden sich häufig in einer schwierigen Notlage. Diese Notlage wird durch die Unfähigkeit der italienischen Institutionen noch verschärft“, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit. Die Bewegung begrüße Stockers Aussagen, auf das NISF einwirken zu wollen, um die Situation der Betroffenen zu verbessern; langfristig brauche es aber einen Paradigmenwechsel in der Südtiroler Politik und die Sezession Südtirols von Italien, ist die Bewegung überzeugt.

Lange Auszahlungszeiten beim Arbeitslosengeld
 
Der SVP-Landesabgeordnete Helmuth Renzler begrüßt eine Intervention von Landesrätin Martha Stocker bezüglich der verzögerten Auszahlungen des Arbeitslosengeldes. Bereits im März hatte er bei der zuständigen INPS – Landesdirektion Alarm geschlagen und sich für eine schnelle Lösung dieses Missstandes eingesetzt.

Schwerpunkts Thema des Einschreibens war und betrifft die vielen Klagen über die langen Bearbeitungszeiten bei der Auszahlung des Arbeitslosengeldes, die in Zeiten wirtschaftlicher Krise und Knappheit finanzieller Mittel verständlichen sind, so Landesabgeordneter Helmuth Renzler.

Es wird deshalb ersucht, mit Hilfe von Verwaltungsmaßnahmen oder organisatorischen Umschichtungen, diese Bearbeitungszeiten zu reduzieren, obwohl das auf Grund angespannter Situation und Personalmangel nicht leicht fallen wird, so weiters Renzler Helmuth. Am 1.04.2015 ist die Rückantwort von Herrn Dr. Helmut Warasin, Landesdirektor des NISF/INPS, mit folgendem Wortlaut eingetroffen: „Auf Ihr Schreiben vom 12.03.2015 möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen. In den letzten Jahren haben die Gesuche für Arbeitslosengeld sehr stark zugenommen. Da ein beträchtlicher Teil der Ansuchen auf saisonbedingte Arbeitslosigkeit im Bereich Landwirtschaft und Tourismus zurückgeht, bedeutet dies, dass vor allem in unseren Außenstellen periodisch große Mengen an Gesuchen eingehen, die nicht alle zeitgerecht erledigt werden können. Zudem wirkt sich der Personalmangel, welcher durch die unlängst stattgefundenen Pensionierungen verschärft wurde, auf die gesamte Landesstelle aus, sodass es auch im Hauptsitz in Bozen zu Verzögerungen n der Auszahlung dieser Leistung kommt. Es ist uns aber ein großes Anliegen, den Menschen in dieser schwierigen wirtschaftlichen Zeit die Leistungen fristgerecht und korrekt zu erbringen. Dafür gilt unser ganzer Einsatz“, so die Antwort des Landesdirektors des INPS an den Landesabgeordneten Helmuth Renzler.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen