„Zugvögel statt Höllenlärm!“

Projekt Bozen nimmt zum Open Day des Safety Parks Stellung

Freitag, 17. April 2015 | 17:05 Uhr

Bozen/Pfatten – Sechs Jahre nach Inbetriebnahme des Safety-Parks muss ein ernüchterndes Fazit gezogen werden. Diese Ansicht vertritt zumindest Thomas Brachetti von Projekt Bozen.

„Die mit 20 Millionen Euro Baukosten eine der teuersten Anlagen Europas fährt Jahr für Jahr einen Verlust ein. Nun versucht man mit immer mehr Motorsportveranstaltungen, Public Relation Events usw. den Verlust in Grenzen zu halten. Dies war vorauszusehen und daher haben bereits vor zehn Jahren 28 Vereine und Organisationen gegen den Bau dieser Großanlage gekämpft. Sie haben damals schon darauf hingewiesen, dass sich diese nie selbst tragen kann und sie haben Recht behalten“, so Bracchetti in einer Aussendung.

Zudem sei durch den Bau der Anlage (inklusive Testgelände für Militärfahrzeuge) eine einmalige Möglichkeit der Rückgewinnung einer Auenlandschaft zunichte gemacht worden.

„Statt Zugvögel bestaunen zu können, müssen die Anwohner und Radfahrer den Lärm und die Abgase der Go-Karts, Crossmotorräder und Panzerfahrzeuge ertragen. Wir fordern daher die Einstellung der öffentlichen Finanzierung des Motorsportzentrums und dass endlich – wie in der Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen – eine Ausgleichszone in der Nähe des Biotops „Fischerspitz“ eingerichtet wird“, erklärt Bracchetti abschließend.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland