Einschreibungen bis Ende Oktober

Promemoria_Auschwitz wird euregional

Montag, 21. September 2015 | 13:17 Uhr

Bozen – Auf den Weg nach Auschwitz wird sich auch im kommenden Jahr 2016 ein Zug voller Jugendlicher machen: 150 davon aus Südtirol, ebensoviele aus dem Trentino und erstmals rund zwei Dutzend aus Tirol. Die erste euregionale Version von Promemoria_Ausschwitz wurde heute im Landhaus 1 in Bozen von den Trägerorganisationen und den drei Jugendlandesräten vorgestellt.

Insgesamt 750 Jugendliche aus allen Landesteilen haben in den vergangenen fünf Jahren am Bildungsprojekt "Promemoria_Auschwitz" teilgenommen. Es handelt sich dabei um eine Reise in die Erinnerung, und zwar vor allem in die Zeit des Nazismus und des Faschismus und der Shoah. Im Mittelpunkt des Bildungsprojektes steht eine einwöchige Fahrt nach Polen, wo unter anderem das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und die Fabrik von Oskar Schindler besichtigt werden. Organisiert wird das Jugendbildungsprojekt von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), Deina Trentino Alto Adige und Arciragazzi. Finanzielle Unterstützung kommt vom Land Südtirol. Seit dem vergangenen Jahr beteiligt sich auch das Trentino am Projekt.

Der Startschuss für die Neuauflage 2016 wurde heute im Bozner Landhaus 1 von den Bildungs- und Kulturlandesräten Philipp Achammer, Christian Tommasini und Florian Mussner gegeben. Erstmals mit dabei ist auch das österreichische Bundesland Tirol mit rund zwei Dutzend Teilnehmenden. "Diese Reise verändert junge Menschen, und das sagen nicht wir, das sagen sie selbst", so Landesrat Achammer, der im vergangenen Jahr ebenso wie sein italienischer Amtskollege an der Reise nach Auschwitz teilgenommen hat. Zeugen dieser Zeit gäbe es immer weniger, daher sei es gerade heute wichtig, sich zu informieren, damit "Gleichheit nicht zu Ungleichheit" werde. Der Landesrat sicherte auch für die Zukunft die Finanzierung des Projektes zu.

Als Versuchsprojekt gestartet habe sich Promemoria_Auschwitz zu einem Erfolgsprojekt entwickelt, betonte Landesrat Tommasini. Südtirol habe dazu beigetragen, dass das Projekt nun zu einem europäischen Projekt geworden sei. Gegen das Vergessen und für die Erinnerung auch als Entscheidungsgrundlage sprach sich der ladinische Landesrat aus: "Gleichgültigkeit oder Zeit sollten uns nicht vergessen lassen, was war."

Ab sofort und bis Ende Oktober können sich interessierte Jugendliche zur Teilnahme anmelden. Aus Südtirol können wiederum 150 Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren teilnehmen. "Die Zulassung erfolgt auf der Grundlage eines Motivationsschreibens", erklärte heute Alessandro Huber von der Organisation Deina. Die Vertreter der beiden lokalen Trägerorganisationen, Verena Hafner von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste AGJD und Sergio Bonaugura von Arciragazzi, erklärten, es sei ein großese Anliegen, die geschichtlichen Besonderheiten Südtirols in das Projekt miteinzubeziehen, so seien neben der jüdischen Gemeinde Meran lokale Historiker und Einrichtungen wichtige Projektpartner.

Der Reise nach Polen von 4. bis 10. Februar 2016 gehen vier vorbereitende Treffen voraus, die ab November auf Bezirksebene stattfinden. Aufbereitet wird die Fahrt dann bei einem zweitägigen Nachtreffen in Toblach im März 2016. Zudem seht eine Abschlussveranstaltung in Trient auf dem Programm.

Anmeldungen:
Von 21. September bis 31. Oktober
Teilnahmegebühr: 130 Euro

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen