Angelegenheit unter Beobachtung

ProSigmundskron: “Initiative ist gelebte Bürgerbeteiligung”

Mittwoch, 29. April 2015 | 14:41 Uhr

Bozen – Seine Solidarität und Unterstützung bekundet der Bürgerverein „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“ gegenüber der Initiative „ProSigmundskron“, die sich für eine Abänderung des vorgesehenen Intermodalzentrums in Frangart/Sigmundskron stark macht.

„Die Bürgerinitiative von Sigmundskron beweist, welche Kraft in Bürgerbeteiligung stecken kann, wenn nicht nur Nein gesagt wird, sondern konkrete Vorschläge vorgelegt werden“, sagen Anna Pitarelli, Präsidentin von „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“, und Thomas Oberrauch, der mit Pitarelli in der Gruppe „Zukunft Bozen“ auf der SVP-Liste kandidiert.

Thomas Oberrauch – selbst gebürtiger Frangartner – war in den vergangenen Wochen und Monaten schon mehrfach als Vermittler zwischen Frangartner Bürgern und politischen Vertretern auf Gemeinde- und Landesebene engagiert. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich inzwischen als Bürgerinitiative „ProSigmundskron“ formiert – und mehrere hundert Frangartner Familien haben sich daran beteiligt. Bei einem Treffen zwischen Vertretern von ProSigmundskron und „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“ wurde schnell klar: „Wir sind voll auf der Seite der Frangartner“, sagt Pitarelli. „Die Initiative ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Bürgerinnen und Bürger konstruktiv an Zukunftsprojekten mitarbeiten wollen. Genau diesen Ansatz verfolgen wir auch im Verein „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“, daher sind wir mit den Frangartnern solidarisch.“

Hintergrund der Initiative in Frangart war ein Projekt für einen neuen Verkehrsknotenpunkt namens Intermodalzentrum, welches die Landesverwaltung im vorigen Herbst vorgestellt hatte und welches einen Eingriff in die Frangartner Dorfentwicklung bedeutet hätte: Indem der heutige Bahnhof in Größe und Funktion ausgebaut werden hätte sollen samt zusätzlichen Infrastrukturen. „Der Aufschrei in Frangart kam sofort, lautete aber nicht: #Nein!’, sondern ‚Ja, aber anders’“, so Pitarelli.

Auch auf Vermittlung von Oberrauch präsentierten die Frangartner eine Reihe von Vorschlägen und fassten diese schließlich in einem Alternativkonzept zusammen: an einem anderen Standort und mit verschiedenen Elementen zur Aufwertung des gesamten Gebietes. „Diese Vorgehensweise hatte bereits insofern Erfolg, als das Land ankündigte, sein ursprüngliches Projekt überdenken zu wollen“, berichtet Oberrauch.

Das heißt nun aber noch nicht, dass das Problem bereits gelöst ist: „Wir werden diese Angelegenheit sehr sorgfältig weiter beobachten und bieten der Initiativgruppe jede Unterstützung an, die wir als Verein Zukunft Bozen – Bolzano Domani bieten können“, so Pitarelli.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen