26 Personen gerieten ins Visier der Justiz

Prostitution: Fünf Personen wieder auf freiem Fuß

Dienstag, 14. April 2015 | 10:56 Uhr

Bozen – Fünf Personen, gegen die die Carabinieri in der großangelegten Operation „Sabotage“ ermittelten, sind bereits wieder auf freiem Fuß. Laut Medienberichten ging es bei der Untersuchung um die Ausbeutung um Prostitution in Bozen. Insgesamt gerieten 26 Personen ins Visier der Justiz, die noch nicht alle gefasst wurden.

Die Bande von Rumänen hat laut Ermittlungen der Carabinieri in Bozen den größten Teil des Straßenstrichs in Bozen kontrolliert. 45 Prostituierte sollen Nacht für Nacht auf die Straße geschickt worden sein – die meisten gegen ihren Willen. Die Bande soll den rumänischen Frauen die Papiere abgenommen und sämtliche Einnahmen eingesteckt haben, während die Frauen in prekären Verhältnissen lebten.

Die Strafverteidiger Nicola Nettis und Amanda Cheneri kündigten an, dass fünf Personen einem gerichtlichen Vergleich zustimmen würden. Demnach öffneten sich für sie die Gefängnistore.

Dabei handelt es sich um die drei Frauen Ana Lavinia Trif, Mariana Rizea, Florentina Gutuna und die beiden Lebensgefährten von zwei Prostitiuierten, Jonel Ciobanu und Cristian Tinca.

Die Vorwürfe lauteten auf kriminelle Bandenbildung mit dem Ziel der Begünstigung und Ausbeutung von Prostitution. Laut den Ermittlern sollen die drei Frauen jedoch nicht zu finanziellen Profiteuren des Systems gehören, sondern lediglich eine operative Funktion eingenommen haben.

Weil bei Ausbeutung von Prostitution kein gerichtlicher Vergleich möglich ist, bleibt für die drei Frauen voraussichtlich nur der Vorwurf der Begünstigung aufrecht. Die Verteidiger erklärten, dass die Bindungen innerhalb der Organisation aus familiären und intimen Beziehungen bestehen würden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen