Verfahren werden vermutlich zusammengelegt

Rabanser bleibt vorerst im Hausarrest

Mittwoch, 10. Juni 2015 | 09:10 Uhr

Bozen – Klaus Rabanser bleibt vorerst mit der elektronischen Fessel im Hausarrest. Laut Medienberichten werden die beiden Verfahren, die gegen den Waldarbeiter aus Laien anhängig sind, voraussichtlich zusammengelegt und bei einem verkürzten Verfahren verhandelt. Dies hat der Verteidiger von Klaus Rabanser, Alessandro Tonon, beantragt.

Rabanser wird unter anderem vorgeworfen, am 8. Jänner im Eggental eine Prostituierte halb tot geprügelt zu haben. Ein zweiter Vorfall soll sich am 25. Februar in Jenesien zugetragen haben.

Das Verfahren wurde gestern von Richter Walter Pelino auf den 21. Juni vertagt. Außerdem hat Tonon beantragt, die Maßnahme elektronische Handfessel zurückzuziehen, da für seinen Mandanten keine Fluchtgefahr besteht.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (5.5.2015)

Der 40-jährige Klaus Rabanser aus Lajen, der am 18. Jänner im Eggental eine Prostituierte halb tot geprügelt haben soll, wurde gestern im Zuge des Beweissicherungsverfahrens vom Opfer nicht eindeutig identifiziert.

Laut Medienberichten steht für die Ermittler trotzdem fest: Der 40-Jährige war es, der die 38-jährigen Nigerianerin derart zugerichtet hat, dass sie bleibende Schäden davontragen könnte. Außerdem werden ihm zwei weitere Übergriffe auf Prostituierte vorgeworfen.

Wie Rabansers Verteidiger Martin Fill und Alessandro Tonon argumentierten, seien die Aussagen des Opfers sehr ungenau. Die Frau hat erklärt, dass der Täter ein Piercing über dem linken Auge trage und etwa 1,90 Meter groß sei. Rabanser hat jedoch ein Piercing aber über dem rechten Auge und ist nur 1,70 Meter groß.

Das Gericht hatte bereits am 8. April einer Überstellung in den Hausarrest zugestimmt. Allerdings wurden als Auflagen elektronische Handfesseln gefordert. Weil solche aber nach wie vor nicht zur Verfügung stehen, bleibt Rabanser vorerst weiterhin im Gefängnis.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Eisacktal