Öffentliche Lokale unter der Lupe

Religiöser Fanatismus: Razzien der Polizei in Südtirol

Dienstag, 28. Juni 2016 | 16:08 Uhr

Bozen – Seit heute früh führen Staatspolizei, Carabinieri und Finanzpolizei in ganz Südtirol Razzien in Beherbergungsstrukturen und öffentlichen Lokalen wie Internet Points, Geldüberweisungsstellen und Call Centern durch.

Diese öffentlichen Räume könnten von Personen aufgesucht werden, die möglicherweise mit radikalen religiösen Ideen sympathisieren.

Das Ziel der Behörden: Potenzielle Anhänger des religiösen Fanatismus auszuforschen, die möglicherweise solche Einrichtungen nutzen. 

Die heutige Kontrolloperation reiht sich ein in eine ständige Überwachung solcher Strukturen. Laut dem Quästor werden diese immer wieder gezielt überprüft.

Der Fokus der Ordnungshüter wird aber auch auf die größeren Bahnhöfe und Verkehrsknotenpunkte gelegt. Hier steht die Bahnpolizei im Einsatz, die auch die Kleinkriminalität im Blick hat.

Wie die Carabinieri in einer Aussendung mitteilen, wurden zwei Internet Cafes, fünf Metzgereien, drei Geldtransfergeschäfte, fünf Beherbergungsbetriebe und weitere Orte überprüft.

Insgesamt wurden 149 Personen, davon 104 ausländischer Herkunft kontrolliert und deren Identität festgestellt. Bei einem Handelsbetrieb in Sterzing haben die Beamten eine Ordnungswidrigkeit festgestellt.

Auch die Exekutivbeamten der Staatspolizei haben Personen identifiziert und einige mit auf die Quästur genommen, da sie sich illegal auf dem Staatsgebiet aufgehalten haben.

Die Kontrollen werden in den kommenden Wochen fortgeführt.

FH:  „Südtirol ist kein Land der Seligen“

Die Freiheitlichen sehen in den Razzien eine Folge der unkontrollierten Einwanderung.  „Die ‚Wir schaffen das‘-Politik hat zu Chaos und Willkür geführt. Der Überblick wer sich in unserem Land aufhält ist vollkommen abhandengekommen. In Südtirols Städten und Dörfern entwickeln sich zusehends Parallelgesellschaften. Die in Teilen immer noch offenen Grenzen sind das Einfalltor für Fanatiker nach Europa. Es kann nicht angehen, dass an den Grenzen der EU nicht kontrolliert wird, wer einreist und mit welchen Absichten“, kritisieren Walter Blaas und Simon Auer mit Nachdruck.

„Es muss von Anfang an ausgeschlossen werden, dass sich radikale Religiöse, Möchtegerngotteskrieger und Unruhestifter in Europa einnisten“, betont der Freiheitliche Landtagsabgeordnete erneut. „Die illegale Einwanderung muss in die gesetzlichen Schranken gewiesen werden. Personen, welche die demokratische Grundordnung ablehnen oder die Religion über die Gesetze stellen, sind umgehend aus dem Land auszuweisen. Vor allem braucht es aber ein engmaschiges Netz zur Überprüfung wer sich hier niederlässt“, halten Blaas und Auer fest und verweisen auf das Ausheben der Meraner Terrorzelle. Es müsse daraus gelernt werden.

„Das Ausheben der Terrorzelle von Meran hat allen deutlich vor Augen geführt, dass Südtirol kein Land der Seligen ist. Die internationalen Netzwerke von Islamisten stehen vor der Haustür und haben die Einladung der linken Gutmenschenpolitik wohlwollend angenommen. Razzien kommen nicht von ungefähr und sollten alle von der desaströsen linken Einwanderungspolitik wachrütteln. Das Gebot der Stunde ist eine wachende Aufmerksamkeit und politische Initiativen zum Abbau der Einwanderungsanreize nach Südtirol“, unterstreicht Walter Blaas.

„Verschlossene Augen – wie jene der sogenannten ‚Volksparteien‘ – spitzen die allgemeine Sicherheitslage in Europa weiter zu. Es muss jetzt gehandelt werden, indem sämtliche Einwanderungskanäle nach Europa gekappt, die Grenzen gesichert und die sich hier aufhaltenden Personen überprüft werden. Vor allem müssen islamische Gebets- und Kulturräume besonders kontrolliert werden. Der Neubau von Moscheen und dergleichen ist einzuschränken“, so die Freiheitlichen abschließend.

Von: ©luk

Bezirk: Bozen