Opfer kann es noch nicht fassen

Sarner betäubt und dann ausgeraubt

Freitag, 25. September 2015 | 12:06 Uhr

Bozen – Ein junger Sarner wurde in der Nacht auf gestern das Opfer eines dreisten Raubüberfalls.

Drei Männer sollen den 30-jährigen T. H. bei der Einfahrt ins Sarntal in seinem Auto überfallen, betäubt und dann ausgeraubt haben.

Der junge Mann erwachte gegen 4.00 Uhr früh in seinem Pkw bei der Zufahrt in die Sill. Jede Erinnerung, wie er und das Auto dorthin gekommen sind, fehlen.
Aus seinem Portmonee wurden rund 300 Euro gestohlen.

Sein Mobiltelefon ließen die Täter hingegen zurück. Sie hatten aber angeblich einen Reifen des Autos aufgeschlitzt. Die Carabinieri haben die Ermittlungen eingeleitet.

H. arbeitet als technischer Zeichner im Sarntal, wohnt aber in Jenesien. Am Mittwochabend war er etwas später als sonst auf dem Heimweg. Er hatte noch für seinen Freizeitclub Plakate ausgetragen, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Zwischen 22.00 und 22.30 Uhr standen auf er kurzen Geraden zwischen der Sill-Abzweigung und der Runkelstein-Brücke drei Männer auf der Fahrbahn.
„Ich musste voll abbremsen, um die Männer nicht anzufahren. Wie aus einem Reflex heraus kurbelte ich dann die Wagenscheibe hinunter. Von da an weiß ich nichts mehr“, erzählte das Opfer gestern gegenüber den „Dolomiten“. Noch immer steckt ihm der Schock von dem Vorfall in den Knochen.

Erst gegen 4.00 Uhr in der Früh kam der junge Mann wieder zu sich. Das Auto hatten vermutlich die unbekannten Männer in die Zufahrt zur Sill gefahren; er befand sich auf dem Beifahrersitz.

Bald schon bemerkte der Mann, dass Geld aus seiner Brieftasche fehlte: etwa 300 Euro. Dokumente und das Handy ließen die Übeltäter zurück. Ein Reifen war jedoch aufgeschlitzt.

Dennoch fuhr T. H. heim. Am Donnerstagvormittag erstattete er schließlich Anzeige bei den Bozner Carabinieri, die sich ebenfalls verwundert zeigten. Die Ermittlungen sind nun im Gange.

Das Opfer ist überzeugt, dass es sich bei den Unbekannten nicht um einheimische Täter handelt. „Das merkte ich sofort. Angst anzuhalten hatte ich aber nicht“, sagt er. Dazu sei auch alles zu schnell gegangen. Beschwerden habe er bis auf die Gedächtnislücke keine.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen