Gutachten wird am 18. September vorgelegt

Schicksal von Chiku in den Händen einer Expertin

Samstag, 11. Juli 2015 | 08:50 Uhr

Bozen – Der Fall „Chiku“ beschäftigt das Gericht weiter. Gestern wurde die renommierte Forscherin und Katzenexpertin Mircea Pfleiderer von Richter Stefan Tappeiner mit einem Gutachten betraut.

Sie soll bis zum 18. September klären, ob es sich bei „Chiku“ um einen reinrassigen Serval oder um einen Hybriden handelt. Sollte sich letzteres herausstellen, muss geklärt werden, welcher Generation „Chiku“ angehört.

Pfleiderer muss außerdem prüfen, ob „Chiku“ bei seinem Besitzer in St. Pankraz artgerecht untergebracht war. Laut Medienberichten lastet der Staatsanwalt auf Betreiben der Tierschutzorganisation ENPA, Chiku-Besitzer Herbert Raich auch Tierquälerei an.

Wie berichtet, wurde das Tier beschlagnahmt und in ein eigenes Zentrum in Semproniano in der Toskana gebracht, nachdem es eine Hauskatze gerissen hatte. Seitdem kämpft Besitzer Herbert Raich vor Gericht darum, Chiku wieder zurückzuholen.

Raich wird vorgeworfen, das Tier ohne Genehmigung gehalten zu haben. Außerdem stelle Chiku laut Staatsanwaltschaft eine Gefahr dar. Der Kater lebte in Raichs Wohnung in St. Pankraz und konnte dabei auch ein Außengehege betreten.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen