Vorwurf: Ex-Polizist erpresste Fernfahrer - Urteil des Rechnungshofs

Schlechte Visitenkarte für den Staat

Freitag, 03. April 2015 | 08:39 Uhr

Bozen – Nicht gerade die beste Visitenkarte für den italienischen Staat stellte das Verhalten eines ehemaligen Straßenpolizisten aus Caserta, der seinen Dienst in Südtirol tat, dar.

Der 32-jährige Raffaele Morrone soll nämlich laut den Vorhaltungen den ausländischen Lkw-Fahrern angeboten haben, für Geld keine Strafe auszustellen.

Nach Hinweisen war gegen den Beamten intern ermittelt worden. Schließlich wurde er mit 430 Euro auf frischer Tat ertappt und des Polizeidienstes enthoben.

Vor dem Strafgericht schloss Morrone einen Vergleich über zwei Jahre und acht Monaten Haft ab. Doch auch die Staatsanwaltschaft am Bozner Rechnungshof wurde aktiv. Sie forderte vom Ex-Polizeibeamten wegen des Imageschadens, den die Ordnungshüter durch sein Verhalten erlitten hätten, 5.000 Euro.

Jetzt entschied der Rechnungshof, dass der 32-Jährige wegen des Imageschadens 900 Euro bezahlen muss, berichtet die Tageszeitung Alto Adige.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen