Hausärzte wollen die Honorarkürzung nicht hinnehmen

Schock beim Blick aufs Honorar

Mittwoch, 30. September 2015 | 11:38 Uhr

Bozen – Der Frust und die Empörung bei den Hausärzten in Südtirol ist wegen der anstehenden Kürzung ihrer Honorare riesig.

Bis zu 2.000 Euro weniger pro Monat sieht der neue Integrationsvertrag vor, der seit dem 1. August in Kraft ist. Die Verluste reichen von acht bis 17 Prozent, heißt es Medienberichten zufolge.

Die Snami-Hausärzte-Gewerkschaft will das nicht hinnehmen und setzt Gesundheitslandesrätin Martha Stocker ein Ultimatum. Wird an der „Honorarschraube“ nicht gedreht, wollen die Hausärzte ihre Arbeit niederlegen.

Die Hausärzte kritisieren aber auch die Gewerkschaften. Die Rede ist davon, dass der Vertrag zu schnell unterzeichnet wurde und das die Anwendung des italienischen Systems auf Südtirol ein Fehler sei. Der Hausarztdienst auf dem Land werde dadurch zerstört.

Gedanken machen sich die Hausärzte auch um den Nachwuchs, dem dadurch weniger Anreize geboten würden.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen