Schaden für die öffentliche Hand

Seit 2011 fünf unvollendete öffentliche Bauten

Freitag, 31. Juli 2015 | 08:06 Uhr

Bozen – Aus verschiedenen Gründen werden oftmals nicht nur begonnene Privatbauten, sondern auch öffentliche Bauten eingestellt. Durch Auftragsentzug, finanzielle Engpässe oder aufgrund einer Insolvenz der ausführenden Unternehmen stehen diese Baustellen für eine bestimmte Zeit still oder verkommen zur Bauruine. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas forderte in einer Landtagsanfrage Auskunft über die eingestellten öffentlichen Bauten in Südtirol und deren Kosten.

Landesrat Christian Tommasini teilt Blaas in seiner schriftlichen Antwort mit, dass seit dem Jahr 2011 zwei Bauvorhaben der Abteilung Tiefbau und fünf Baustellen der Abteilung Hochbau zeitweise still standen. Das Auftragsvolumen dieser Bauten betrug rund 28,3 Millionen Euro. Der öffentlichen Hand ist durch die Bauunterbrechung neben einem Imageschaden auch ein finanzieller Schaden von 76.455 Euro für verwaltungstechnische Prozeduren entstanden.

Blaas erkundigte sich zudem, ob die eingestellten Bauten neu ausgeschrieben wurden und wie deren aktueller Stand sei. Landesrat Tommasini entgegnet, dass alle stillgelegten Bauten neu ausgeschrieben wurden. Die zwei Baustellen der Abteilung Tiefbau konnten mittlerweile abgeschlossen werden, die fünf Bauten der Abteilung Hochbau befinden sich noch im Gange.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen