WOBI-Generaldirektor Stimpfl wird Beauftragter für Qualität und Transparenz

“Seltsame Beförderung”: Leitner fragt nach

Dienstag, 07. Juli 2015 | 16:15 Uhr

Bozen – Anfang Juni teilte der neue WOBI-Präsident Heiner Schweigkofler mit, dass Generaldirektor Franz Stimpfl keine Vertragsverlängerung erhält, sondern als Beauftragter für Qualität und Transparenz am Institut seinen Dienst antreten wird.

Zur Ernennung des neuen Generaldirektors genehmigte der Verwaltungsrat ein Auswahlverfahren, ein öffentlicher Wettbewerb war somit nicht vorgesehen. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, sprach in diesem Zusammenhang von einer „seltsamen Beförderung“ und reichte eine Anfrage an die Landesregierung ein.

Aus der Antwort des WOBI-Präsidenten Heiner Schweigkofler geht nun hervor, dass der Generaldirektor des Wohnbauinstituts vom Verwaltungsrat auf entsprechenden Vorschlag des Präsidenten ernannt werden kann und somit kein Wettbewerb notwendig sei. Für die Ermittlung des bestmöglichen Kandidaten habe der Verwaltungsrat auf Vorschlag des Präsidenten ein öffentliches Auswahlverfahren vorgesehen.

Leitner wollte zudem in Erfahrung bringen, was die einvernehmliche Vereinbarung mit dem scheidenden Generaldirektor im Detail zum Inhalt hatte. Schweigkofler entgegnet, dass die einvernehmliche Lösung vorsieht, dass dieser für die Dauer von zweieinhalb Jahren im Berufsbild eines Verwaltungsinspektors in der achten Funktionsebene angestellt wird und dafür eine monatliche Bruttoentlohnung von 4.950 Euro erhalten wird.

Abschließend wollte der Freiheitliche Abgeordnete wissen, warum es im WOBI eine neue Stelle für Transparenz und Qualität brauche. WOBI-Präsident Schweigkofler antwortet darauf, dass aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben die Betreuung verschiedener interner Abläufe, wie der Iso-Zertifizierung, der Antikorruptionsbestimmungen, des Ehrenkomitees, der Transparenzbestimmungen, des Performanceplanes und weiterer interner Steuerungs- und Kontrollverfahren dringend notwendig sei.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen