Italiener mit 140.000 Euro aus dem Verkehr gezogen

Sensationeller Geldfund im Vinschgau

Montag, 21. September 2015 | 11:25 Uhr

Schlanders – Die Carabinieri und die Finanzpolizei im Vinschgau haben in der Nacht auf heute einen dicken Fang gemacht. Bei einem Kontrollposten auf der Vinschger Staatsstraße bei Kastelbell ging den Carabinieri gegen 1.00 Uhr nachts ein Renault Clio ins Netz, dessen Fahrer in Richtung Reschenpass unterwegs war.

Der Lenker, ein wegen Drogendelikten vorbestrafter Mann aus Apulien, erschien den Exekutivbeamten verdächtig. Es machte den Anschein, als ob er etwas zu verstecken habe, so die Carabinieri in einer Aussendung.

Daher wurde der Kleinwagen in die Carabinieristation eskortiert, wo gemeinsam mit den angeforderten Einsatzkräften der Finanzpolizei Schlanders eine gründliche Kontrolle des Pkw erfolgte.

Die Vermutung der Beamten sollte sich als richtig erweisen: Versteckt in den Rückenlehnen der Fahrzeugsitze entdeckten sie neun versiegelte Plastiktüten mit Bargeldbündel. Insgesamt zogen die Einsatzkräfte 140.000 Euro aus dem Auto.

Als Erklärung gab der Reisende an, dass er wieder nach Holland zurückwollte, wo er als Gastwirt arbeitet. Er habe sich mit dem Geld in Apulien – seinem Heimatgebiet – ein Haus kaufen wollen, was aber nicht geklappt habe.

Das Geld, von dem der Mann behauptet, dass es sich um seine Ersparnisse handelt, wurde von der Finanzpolizei einbehalten. Dem Italiener wird vorgeworfen, innerhalb und außerhalb von Italien mit einer Bargeldsumme unterwegs gewesen zu sein, ohne die erforderliche Meldung bei den Behörden zu machen.  

Von: ©lu

Bezirk: Bozen, Vinschgau