Was die Südtirol News-Leser sagen

Sonnwendfest: “Party unbedingt auch das nächste Jahr”

Samstag, 27. Juni 2015 | 18:42 Uhr

Barbian – Das Sonnenwende-Fest des Tschernai-Club oberhalb von Barbian am 20. Juni, an dem rund 500 Besucher teilnahmen, löste nicht nur Begeisterung aus. So kritisierten einige Anrainer, dass Gras niedergetrampelt worden sei, aber auch dass man Klopapier und Überreste von improvisierten „stillen Örtchen“ im Wald gefunden habe. Den Großteil der Kommentatoren von Südtirol News beeindruckte das wenig. Ihr Fazit lautet: Die Party muss auch nächstes Jahr steigen – und ihre Argumente sind gar nicht schlecht.

Die Atmosphäre des Festes, aber auch die Organisatoren und die Stimmung werden von vielen gelobt. @rick schreibt etwa: „i kenn koane ondors festl des so isch wia die sunnenwend. a groases lob in ok-team. des sein olls supor leit de sich wirklich bemühn a scheans und reibungsloses festl übor die Bühne zu brengen. und man merkt das sies für die soch on sich tean und net für Profit. es werd netamol eintritt vorlong!”

Und @Ruckzuck schreibt: „Danke in die Barbianer dass sie so a geile party mochn olle Joar !! Und an schian gruaß in die gonzen öltern Menschen de net einverstonden sein mit der party!! Es sollt amol die klappe holtn weil es wort no viel die letzern in enkrer Jugendzeit und hob olm tian kennen wos es gewölt hob!! Es sein 12 stunden musik, oanmol es johr, ba tog a no dasses lign kennt die Nocht!! Wos wilschen mehr!??????????????????????????????????“

Damit wären wir beim Hauptargument. Für die Jugend gebe es relativ wenig Angebote – und wenn, dann melden sich gleich die Kritiker zu Wort. „Wieso kann nicht endlich einmal etwas passen, so wie es ist. Überall und jederzeit wird gemeckert, gelästert und gemalt. Lassen wir doch der Jugend auch mal ihre Freiheit. Gesetze und Verordnungen erdrücken uns ja immer mehr. Was haben wir früher nicht auch alles angestellt! Und wir leben noch!!!“, schreibt @Luis ve Barbian 60+.

Während einige über das Fest als „Kifferparty“ lästerten, meint etwa @Mls: „Besser kifferparty in ruhe wie alkparty mit schlägerein und randaln und sochschädn iberoll“. Auch Einsätze der Rettungskräfte und der Ordnungshüter seien nicht nötig gewesen, meinen andere.

Überhaupt soll man Jugendlichen mehr Freiraum lassen, findet @.. Er schreibt: „i bin iaz 41 johr u d goa hin oder her..isch ibrhaup net mei foll..ober mir "oltn" terfn net lai olm ibr di jugend herziachn.mir om a insr reischl kop..losts de jungen feiern…zi insre zeitn ischs a recht wild zuagongen..solong kua schlägerein sein ols super!!”

Oft ist auch unklar, wohin die Jugend ausweichen soll. @Ego schreibt: “Vorausgeschickt: Goa ist nicht meins und aus dem Alter für Feten bin ich auch raus. Die Frage, ob eine Veranstaltung in /bei einem Naturschutzgebiet genehmigt werden soll, ist natürlich gerechtfertigt (v.a. wenn es sich nicht mehr um eine kleine Fete für ein Paar Insider handelt, sondern die Sache ein gewisses Ausmaß erreicht hat). Ideal wäre natürlich, wenn es ein Gelände für so etwas gäbe (vielleicht nicht unbedingt ein pro Dorf), die Investition wäre überschaubar… Andererseits bezweifle ich, dass eine derartige Veranstaltung an einem anderen Ort überhaupt noch möglich ist, unabhängig von der Musikrichtung/Art der Party/Art des Publikums. Und selbst wenn, wird die Sache durch Sperrstunden/ Einschränkungen bei der Musik/ Einschränkungen beim Ausschank/ oder weiß der Teufel was noch zu einer Mittelschülerparty degradiert…Ob ein paar Leute die sich nicht aufführen können ein angemessener Grund sind, eine Veranstaltung zu verbieten oder ob jemand ganz gezielt ein Harr in der Suppe finden will, weil IHM die Veranstaltung nicht passt (der Großteil der Anrainer hat anscheinend kein Problem damit…) sei dahingestellt.

Dass auch bei anderen Feierlichkeiten oft Müll zurückbleibe, ist ein weiteres Argument. „Noch jedn Volksfest schaugs mehr aus, Goa isch bei weitn et mein Musik obo mussman olbn sofl engstirnig unf kloankariert sein? Orms Südtirol”, wettert @Assassine. 

Von: ©mk

Bezirk: Eisacktal