Zimmerhofer: "Stocker bekommt es nicht in den Griff"

Sorge um “Kostenexplosion” bei der Flugrettung

Montag, 27. Juni 2016 | 17:25 Uhr

Bozen – „Die effektiven Kosten für die Flugrettung in Südtirol haben sich innerhalb eines Jahres (2014–2015) von 2.5 auf 4.6 Millionen Euro fast verdoppelt.“

Zu dieser Feststellung gelangt Bernhard Zimmerhofer von der Süd-Tiroler Freiheit. Bereits mehrfach habe er konkrete Vorschläge unterbreitet, wie man die Kosten senken könne, doch stießen diese allesamt im Landtag auf Ablehnung, bedauert der Landtagsabgeordnete.  

Aus diesem Grund mahnt er erneut die politischen Entscheidungsträger, innerhalb der Europaregion Tirol eng abgestimmte bzw. gemeinsam organisierte Dienste, sprich: Flugrettung, Bergrettung, Notruf, Wetter- und Lawinenwarndienst einzurichten. Diese Maßnahmen seien ein wichtiger Beitrag einerseits, um Kosten zu sparen, andererseits, um die Koordinierung von Einsätzen zum Wohle der Verunglückten zu optimieren. In all den aufgezeigten Bereichen ließen sich viele Synergien nutzen, zeigt sich Zimmerhofer optimistisch.

Außerdem gebe es in Südtirol im Bereich der Rettungsdienste zu viele Dienste, die dieselbe Tätigkeit verrichteten und sich somit in ihrer Arbeit eher behinderten als ergänzten. Für Zimmerhofer ist dies ein klarer Fall von Verschwendung von öffentlichen Geldern.

Dem Vorschlag, auch Südtiroler im Falle eines Freizeit- bzw. Sportunfalles bei gefährlichen Sportarten zur Kasse zu bitten, kann Zimmerhofer nichts abgewinnen. „Dieser Vorschlag alleine wird das Problem der Kostenexplosion, die unsere Landesrätin Stocker einfach nicht in den Griff zu bekommen scheint, keineswegs lösen können!“, gibt Zimmerhofer zu bedenken.

Von: ©luk

Bezirk: Bozen