Offener Brief der Lebenshilfe an LRin Martha Stocker

Soziale Vereine und Politik: “Zusammenarbeit intensivieren”

Mittwoch, 03. Juni 2015 | 13:38 Uhr

Bozen – In einem von Präsident Hans Widmann und Geschäftsleiter Wolfgang Obwexer verfassten und signierten offenen Brief an Landesrätin Martha Stocker, weist die Lebenshilfe auf die „Notwendigkeit einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen privaten Organisationen im Sozialbereich und Politik/Verwaltung" hin.

Nachfolgend wird der Offene Brief vollinhaltlich wiedergegeben:

„Sehr geehrte Frau Landesrätin,

vor genau einem Jahr lud Ihr Assessorat alle sozialen Vereine, Genossenschaften und Stiftungen zu einer Klausurtagung ein. Mehrere Stunden wurden in Kardaun Themen diskutiert, die uns unter den Nägeln brannten. Die Ergebnisse wurden zusammengetragen und bildeten abschließend ein beeindruckendes Panorama von Anliegen und Entwicklungsvorschlägen, welche ich einem Fotoprotokoll festgehalten wurden.

Die anwesenden Vereine, Genossenschaften und Stiftungen sind davon ausgegangen, dass dieses Fotoprotokoll als Grundlage für weitere Diskussionen und konkrete Entwicklungsschritte genutzt wird. Denn eines hat das Treffen gezeigt: Es besteht für das Sozialwesen unzweifelhaft ein Reformbedarf, damit die öffentliche Hand zusammen mit dem Non-Profit-Bereich die zukünftigen Herausforderungen meistern kann. Leider ist in der Zwischenzeit diesbezüglich nichts mehr passiert.

Wir fordern deshalb, dass die Politik die am 3. Juni 2014 formulierten Anliegen aufnimmt und partnerschaftlich mit den sozialen Vereinen, Genossenschaften und Stiftungen den Reformbedarf im Sozialwesen definiert, um ihn dann Schritt für Schritt mit uns umzusetzen. Die Ressourcen des Non-Profit-Bereiches werden von der öffentlichen Hand zwar wertgeschätzt, aber im Sinne einer aktiven Sozialpolitik auch unter dem Aspekt knapperer Ressourcen noch bei weitem nicht ausreichend genutzt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Widmann, Präsident

Wolfgang Obwexer, Geschäftsleiter“

Von: ©lu

Bezirk: Bozen