Josefa Brugger fordert Verschärfung der Gesetze

Spielsucht: “Schnelles, aber schmutziges Geld für die Landeskasse”

Samstag, 20. Juni 2015 | 13:20 Uhr

Meran – Die Landessprecherin der BürgerUnion und Meraner Gemeinderätin, Josefa Brugger spricht sich für verschärfte Bestimmungen zur Bekämpfung der Spielsucht aus. „Denn das Glücksspiel bringt zwar schnelles aber auch schmutziges Geld in die Landeskasse, es ruiniert ganze Familien.“

Es sei bedauerlich, dass der Gesetzentwurf der BürgerUnion im Landtag gegen Spielhallen und Spielautomaten abgelehnt wurde. „Deshalb sollte nun in den einzelnen Gemeinden das Glücksspiel eimgedämmt werden", glaubt Josefa Brugger. 

Die Gefahr der Spielsucht werde unterschätzt. 2012 habe ein Südtiroler durchschnittlich 1.300 Euro verspielt. Die Verlierer seien neben den Betroffenen auch Familienangehörige und das nähere Umfeld. Und gerade in den jetzigen wirtschaftlichen Zeiten klammere sich ein Spieler an solche geldversprechenden Spielautomaten. Es gebe leider keinen Spielerschutz, deshalb müsse man die gesetzlichen Vorgaben verschärfen, so Brugger.

"Spielsucht bringt Existenzen aufs Spiel, drängt Unschuldige mit an den gesellschaftlichen Rand. Die Folgekosten tragen wir mit unseren Steuergeldern. Die BürgerUnion hat auf Landesebene gehandelt, in Meran wurde ein Beschlussantrag zur Bekämpfung der Spielsucht eingebracht", so Josefa Brugger.

In Meran gibt es laut Astat-Erhebungen 317 Spielautomaten für das Glücksspiel.

„Das Glücksspiel mit Spielautomaten kann Menschen süchtig machen und zum existentiellen Ruin für die Betroffen und die Familien führen. Die Folgekosten daraus und auch die Therapiekosten muss die Allgemeinheit tragen, ganz abgesehen von der persönlichen Dramatik der Betroffenen und der Familien. Der Staat hat bislang das Glücksspiel noch nicht verboten, weil er aus dem Glücksspiel jährlich 13 Milliarden Euro einnimmt. Auch das Land Südtirol profitiert davon: Rund 40 Mio. Euro fließen jährlich in die Kassen“, so Brugger.

„Derzeit gilt in Südtirol ein Landesgesetz, welches einen Mindestabstand von Glücksspielautomaten bzw. Spielhallen von mindestens 300 Metern von Schulen oder Gesundheitseinrichtungen vorsieht. Es gilt auch ein Werbeverbot. Trotzdem waren in den letzten Jahren in Meran wiederholt Werbeplakate für Spielhalleneröffnungen und Spielhallen zu sehen“, so Brugger.

 Die Gemeinderätin der BürgerUnion schlägt deshalb vor, das Landesgesetz und das Werbeverbot zu verschärfen. „Weitere geeignete gesetzliche Maßnahmen sollten vom Landtag überprüft und möglichst umgesetzt werden, darunter können auch höhere Irap-Zahlungen für Betriebe mit Spielautomaten als Solidaritätsbeitrag für die Bekämpfung der Folgekosten der Spielsucht eingehoben oder steuerliche Anreize für Bars und Gaststätten, die Spielautomaten zu entfernen.“

Von: ©lu

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt