Helmut Rizzolli hat Bedenken

Stadel-Abriss in Gries: “Eile der Baukommission ist merkwürdig”

Freitag, 24. April 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Der Obmann des Heimatschutzvereins Helmut Rizzolli zeigt sich im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss des Stadels beim Kloster Muri Gries über die plötzliche Eile der Baukommission verwundert.

Wie das Tagblatt Dolomiten heute berichtet, regt sich gegen den Abriss des Kloster-Stadels bekanntlich Widerstand.

Auch Rizzolli ist über das Vorhaben nicht glücklich und er sorgt sich, dass sich das Projekt nicht in das einzigartige und unter Schutz stehende Ensemble rund um das Kloster einfügen wird.

Laut Rizzolli sei jetzt auch klar, warum sich bei der Erstellung der Ensembleschutzliste im Jahr 2006 „gewisse SVP-Herren stark gemacht haben, dass in Sachen Stadel zwei Punkte festgeschrieben werden“.

Zum einen wurde explizit niedergeschrieben, dass ein Abbruch und Neubau möglich und zum anderen auch die Änderung der Zweckbestimmung erlaubt ist.

Allerdings muss der Neubau einen das Ensemble aufwertenden Charakter haben. Nicht erlaubt ist außerdem die Nutzung des Kubaturbonus, so die „Dolomiten“.

Trotzdem macht sich der Obmann des Heimatschutzvereins Sorgen, dass das neue Haus ein „Allerweltsbau“ wird. Die plötzliche Eile der Baukommission überrascht ihn und er lässt durchblicken, dass er mit der Arbeit der Kommissionsmitglieder in den vergangenen fünf Jahren nicht unbedingt glücklich ist.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen