Ehemalige Landesregierung soll aussagen

Stein an Stein 2: Auch Durnwalder im Zeugenstand

Mittwoch, 09. September 2015 | 12:06 Uhr

Bozen – Wie kam es im Jahr 2009 zu der differenzierten Unterschutzstellung des Eisacks, von der laut Anklage das Kraftwerk Mittewald und die „Stein an Stein Italia GmbH“ als dessen Betreiberin profitiert hat? Diese Frage stellt heute Oberstaatsanwalt Guido Rispoli den ehemaligen Landesregierungsmitgliedern. Auch Altlandeshauptmann Luis Durnwalder soll als Zeuge aussagen.

Die Einvernahmen sollen zwei Tage lang dauern, nur Ex-Landesrätin Barbara Repetto und Senator Hans Berger sind verhindert.

Durch die Unterschutzstellung des Eisacks durften im Bereich vom Maulser Bach bis zum Stausee von Franzensfeste keine Großwasserableitungen mehr errichtet werden, die vier bestehenden Kleinkraftwerke – darunter Mittewald – konnten aber bleiben.

Rispoli will beweisen, dass der entsprechende Wassernutzungsplan wegen Einflüsterungen von Ex-SEL-Direktor Maximilian Rainer abgeändert worden sei. Laut Anklage hätten neben Rainer selbst noch Ex-Landesrat Michl Laimer, Ex-SEL-Präsident Klaus Stocker und Ex-SEL-Aufsichtsratspräsident Franz Pircher ein Interesse daran gehabt. Sie müssen sich wegen Amtsmissbrauchs verantworten – letztere beiden zumindest als „Ideatoren“, schreibt das Tagblatt Dolomiten.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen, Wipptal