Staatsanwaltschaft wirft beiden Amtsmissbrauch vor

Stein an Stein 2: Rainer belastet Laimer

Mittwoch, 29. April 2015 | 07:41 Uhr

Bozen – Gestern war der Auftakt für den Prozess Stein-an-Stein 2 vor dem Bozner Landesgericht. Es geht um mutmaßlichen Amtsmissbrauch bei der Wasserableitung und der Konzession für das Kraftwerk Mittewald.

Auf der Anklagebank sitzen der frühere Landesrat Michl Laimer und der ehemalige SEL-Generaldirektor Maximilian Rainer. Sie sollen die Fäden so gezogen haben, dass die Landesregierung den Wassernutzungsplan abändert – zum Vorteil für das Kraftwerk Mittewald und zum Nachteil für die Eisackwerk GmbH.

Medienberichten zufolge beschuldigt Rainer aber den Ex-Energie-Landesrat Laimer. Dieser soll demzufolge interveniert haben, damit Rainer die Änderung einfügt. Rainer habe auf Laimers Geheiß die Änderung schriftlich angebracht.

Doch die Staatsanwaltschaft gibt sich überzeugt davon, dass sich Maximilian Rainer selbst hinter dem Kraftwerksbetreiber Stein an Stein verbirgt, und wirft deshalb Laimer und Rainer Amtsmissbrauch vor. 

Das Strafverfahren wird am 20. Mai fortgesetzt.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen