"Tirol rückt näher zusammen"

STF fordert Radverbindung zwischen Ziller- und Ahrntal

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 16:38 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, fordert in einem Beschlussantrag die Verwirklichung einer Fahrradverbindung zwischen dem Nordtiroler Zillertal und dem Südtiroler Ahrntal über das Hundskehljoch. Damit würden, so Zimmerhofer, die Tiroler Landesteile wieder ein Stück näher zusammenrücken.

Zimmerhofer schreibt: „Der Radsport, und dabei insbesondere das Mountainbike und das E-Bike, erfreuen sich bei Einheimischen und Feriengästen zunehmender Beliebtheit. Um diesem Trend auch Rechnung zu tragen, würde sich ein Radweg über das Hundskehljoch sehr gut anbieten. Entsprechende Vorgespräche zwischen den Bürgermeistern der angrenzenden  Gemeinden beider Talschaften hat es bereits gegeben, aber bislang leider ohne konkrete Ergebnisse.“

Das Hundskehljoch liegt auf einer Höhe von 2557 Metern. Die Entfernung des Fahrweges/Forstweges auf Südtiroler Seite (Waldneralm) betragen rund 2,5 Kilometer und der Höhenunterschied 471 Meter. Auf Nordtiroler Seite (Zollwachhütte) betragen die Entfernung rund 3.5 Kilometer und der Höhenunterschied 610 Meter. Die Abfahrten auf Südtiroler Seite würden über die Waldneralm nach Prettau und/oder über die Samhütten nach St. Peter geführt.

Genauso wie der Brennerbasistunnel die Zulaufstrecken benötige, müssten laut Zimmerhofer parallel auch für den zu errichtenden Fahrradübergang die erforderlichen Zulaufstrecken und Infrastrukturen verwirklicht werden. Doch leider gebe es bislang auf Ahrntaler Gemeindegebiet nur den bestehenden Radweg von St. Peter bis nach St. Jakob. Notwendige Infrastrukturen wären z.B. E-Bike Ladestationen, ein Radservicezentrum mit Fahrradverleih und -reparatur, Shuttledienst und Gastbetrieb.

Abschließend fasst Zimmerhofer die Vorteile zusammen: „Es wäre ein weiterer Schritt zum Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile im Sinne der Europaregion Tirol. Diese Radverbindung würde einen starken touristischen bzw. wirtschaftlichen Impuls gerade für ein Gebiet wie das obere Ahrntal bedeuten, das von akuter Abwanderung betroffen ist. Arbeitsplätze würden geschaffen. Der internationale Werbeeffekt, insbesondere durch das renommierte „Trans-Alp-Challenge“-Rennen (im Jahr 2015 mit Teilnehmern aus 40 Ländern!) wäre sehr hoch. Die Eingriffe in die Natur wären minimal und würden kein Naturschutzgebiet betreffen; zudem würde der Übergang nur von umweltfreundlichen E-Bikes und Fahrrädern genutzt. Jede Bewegung in der freien Natur ist ein wichtiger Beitrag zur körperlichen Gesundheit.“

Von: ©mk

Bezirk: Bozen