„Briefe werden wieder teurer, Dienst bleibt schlecht“

STF kritisiert erneut die Post

Dienstag, 21. Juli 2015 | 17:02 Uhr

Bozen – Stefan Zelger, Fraktionssekretär und Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit, kritisiert die geplante Preissteigerung bei der italienischen Post. „La Stampa“ und andere Medien berichten übereinstimmend, dass Standardbriefe ab diesem Samstag nicht mehr 80 Cent, sondern 95 Cent kosten werden. „Dies entspricht einer Preissteigerung von fast 20 Prozent. Damit wird das Versenden von Briefen in Italien so teuer wie in kaum einem anderen Land der EU. Angesichts des teilweise katastrophalen Dienstes sei dies eine Frotzelei am Kunden“, kritisiert die Süd-Tiroler Freiheit.

Immer wieder hat die Bewegung in jüngerer Zeit darauf hingewiesen, dass der Postdienst in Südtirol nicht angemessen funktioniere. „Briefe kommen häufig zu spät oder gar nicht an, Tagezeitungen werden nicht rechtzeitig zugestellt, es gibt Probleme mit der Zweisprachigkeit und die nun wieder teurer werdenden Briefmarken sind in vielen Filialen oftmals gar nicht erhältlich“, bemängelt Zelger. „Dass die italienische Post nun wieder die Preise anhebt, gleichzeitig aber Filialen in der Südtiroler Peripherie schließt, beweist die Notwendigkeit eines Eingreifens vonseiten des Landes!“

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist vor diesem Hintergrund nach wie vor unverständlich, dass sich die SVP nicht dazu durchringen konnte, eine Südtiroler Landespost als Ziel auszugeben. Ein entsprechender Beschlussantrag der Bewegung wurde von der Mehrheitspartei im Landtag versenkt. SVP-Fraktionssprecher Dieter Steger sprach in diesem Zusammenhang von „unrealistischen Forderungen“ der Süd-Tiroler Freiheit. Für die Bewegung ist dies nicht nachvollziehbar. „Es ist erstaunlich, dass die SVP zwar immer wieder die ‚Vollautonomie‘ als Ziel propagiert, sich aber anscheinend noch nicht einmal zutraut, den Postdienst selbst zu organisieren. Wie nötig das wäre, wird mit der bevorstehenden Preissteigerung und den anhaltenden Problemen einmal mehr vor Augen geführt“, so Stefan Zelger abschließend.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen