Zuwanderung von Italienern nach Südtirol

STF warnt vor Verschiebung des Sprachgruppenverhältnisses

Freitag, 26. Juni 2015 | 16:21 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, fordert angesichts der aktuellen Statistikdaten der Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt, wonach alljährlich bis zu 600 Italiener der Arbeit wegen neu nach Südtirol ziehen, detaillierte Aufklärung über die Bevölkerungsentwicklung in Südtirol und ermahnt die Landesregierung, endlich den vom Landtag genehmigten Beschlussantrag zur gezielten Anwerbung von Arbeitskräften aus dem „deutschsprachigen Ausland“ umzusetzen.

„Die statistischen Daten zeigen unmissverständlich, dass jährlich bis zu 600 Arbeiter aus Italien neu nach Süd-Tirol ziehen. Lediglich 200 Personen (deutschsprachige Südtiroler mit einberechnet) wandern der Arbeit wegen hingegen nach Italien aus. Folglich siedeln sich in Summe jährlich — allein der Arbeit wegen — bis zu 400 Italiener neu in Südtirol an“, erklärt Knoll

Rechne man noch die übrige Zuwanderung aus Italien hinzu und berücksichtige die Tatsache, dass sich der Großteil der Ausländer in die italienische Sprachgruppe integriert, ergebe sich laut Süd-Tiroler Freiheit eine einfache Schlussfolgerung: „Das Verhältnis der Sprechgruppen wird sich in den nächsten Jährigen zu Ungunsten der Südtiroler verändern.“

Die Süd-Tiroler Freiheit wird daher ein Anfrage im Landtag einreichen, um detaillierte Informationen über die Bevölkerungsentwicklung in Südtirol zu bekommen. Auf der Basis dieser Daten gelte es dann, ein politisches Konzept zu erarbeiten.

Als sofortige Maßnahme fordert die Süd-Tiroler Freiheit die Umsetzung des vom Landtag genehmigten Beschlussantrages, wonach bei der Abteilung Arbeit des Landes eine eigene Stelle eingerichtet werden soll, welche Erhebungen darüber durchführt, welche ausländischen Arbeitskräfte in Südtirol benötigt werden.
Diese sollen laut Antrag gezielt im „deutschsprachigen Ausland“ angeworben werden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen