Bei der Suchaktion war auch ein Hubschrauber im Einsatz

Suche nach Dietmar Koether [57] erneut eingestellt

Montag, 14. September 2015 | 12:00 Uhr

Martell – Die Suche nach dem 57-jährigen Dietmar Koether wird erneut eingestellt. Der Bundesdeutsche gilt seit dem 8. September als vermisst. Nach ihm soll erst wieder gesucht werden, wenn die Wetterbedingungen es erlauben. In den letzten Tagen hat es in höheren Lagen teilweise bis zu 40 Zentimeter und mehr geschneit, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Nach dem Wintereinbruch im Hochgebirge wollte man die groß angelegte Suchaktion ursprünglich am Freitag für einen Tag unterbrechen, um sie dann am Samstag wieder aufzunehmen. Doch weil neue Hinweise eingegangen waren, wurde bereits am Freitagnachmittag weitergesucht.

Das Suchgebiet dehnte man bis ins Val di Cedec in der Provinz Sondrio im Bereich der Casatihütte aus und die Marteller Suchmannschaften wurden von der Bergrettung Santa Caterina Valfurva unterstützt. Der Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 brachte die Suchmannschaften bis zur Nebelgrenze auf rund3.000 Meter Meereshöhe beim Gletscher unterhalb des Eisseepasses.

Am Samstag wurden die Marteller Bergretter wiederum von zahlreichen Hundeführern und auch von einer Spezialeinheit der Carabinieri unterstützt. Neben dem Helikopter Pelikan 1 war auch der Aiut Alpin wieder im Einsatz.

Obwohl viele Hinweise bei den Rettungsmannschaften eingegangen waren und jedem einzelnen nachgegangen wurde, blieb die Suche bislang ergebnislos.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (14.09.2015)

Die Suche nach dem 57-jährigen Dietmar Koether aus Deutschland, der im Vinschgau seinen Urlaub verbrachte, wird heute fortgesetzt, nachdem sie gestern einen Tag lang unterbrochen werden musste.

Weil es zu den ersten Schneefällen gekommen ist, wurde gestern entschieden, dass eine Fortsetzung der Suchaktion vorerst zu gefährlich ist.

Koether, der seit Dienstagabend als vermisst gilt, war von einer Wanderung im hinteren Martelltal nicht mehr in sein Hotel in Kastelbell zurückgekehrt.

100 Bergretter, Feuerwehrleute, Carabinieri, Finanzwache waren bei der Suchaktion im Einsatz.

Mit dem Wintereinbruch in der Höhe sinken die Chancen, den Mann noch lebend zu finden, da in den Nächten bereits Minusgrade gemessen werden. Außerdem hat es am Donnerstag 20 Zentimeter geschneit und in der Nacht auf Freitag kam weiterer Schnee dazu.

„Wir konzentrieren uns noch einmal auf vier Touren, die der bundesdeutsche Urlauber machen wollte und in seinem Laptop detailliert aufgeschrieben hat“, erklärte Einsatzleiter Roman Eberhöfer gegenüber den „Dolomiten“. Das entsprechende Gebiet sei in den letzten Tagen zwar schon abgesucht worden, doch wolle man es noch einmal gründlich durchkämmen.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (10.09.2015)

In Martell gilt seit Dienstag der 57-jährige Tourist Dietmar Koether aus Deutschland als vermisst. Die Suchaktion, die bereits die ganze Nacht andauerte, läuft seit Donnerstag in der Früh weiter.

Am Dienstag rückten Bergretter sowie Feuerwehrlaute aus und ein Rettungshubschrauber sowie Suchhunde wurden eingesetzt, berichtet stol.it. Auch am Donnerstag sind wieder 50 Mann im Einsatz.

Der Urlauber war zu einer Bergtour aufgebrochen, kam dann aber am Abend nicht mehr in sein Hotel nach Kastelbell zurück, wo seine Mutter auf ihn wartete.

Da der Mann seiner Mutter erklärt hatte, dass es spät werden würde, verständigte die Frau die Rettungskräfte erst gegen 22.30 Uhr. Bislang wurde nur der Pkw des Mannes in Hintermartell gefunden.

Da keine genauen Informationen darüber vorliegen, wohin der Mann gewandert ist, wird die Bevölkerung um Mithilfe ersucht. Der Mann ist etwa 1,70 Meter groß, schlank und hat kurze graue Haare. Er trug ein blaues Hemd, eine rote Jacke mit dunklen Streifen und er hatte einen rot-schwarzen Rucksack bei sich. Zweckdienliche Hinweise kann man bei der Landesnotrufzentrale unter der Nummer 118 geben.

Von: ©mk

Bezirk: Vinschgau