SVP-Leitung: Reorganisation und Vereinheitlichung notwendig - vier Gesundheitsbezirke sollen bleiben

SVP bringt Verwaltungsreform des Sanitätsbetriebes auf den Weg

Montag, 07. September 2015 | 21:10 Uhr

Bozen – Der SVP-Ausschuss hatte Landesrätin Martha Stocker im Februar dieses Jahres beauftragt, verschiedene Vorschläge zur Verwaltungsreform des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu erarbeiten. Heute hat die SVP-Leitung die Diskussion über die verschiedenen Modelle fortgesetzt. „Mit der Verwaltungsreform soll eine notwendige Vereinheitlichung und Reorganisation des Betriebes erreicht werden“, erklärte SVP-Obmann Philipp Achammer.

Landesrätin Martha Stocker hat die SVP-Leitung heute noch einmal detailliert über ihre Vorschläge für eine Verwaltungsreform informiert: „Es geht darum, dass der Sanitätsbetrieb weiterhin handlungsfähig bleibt.“ Deshalb müsse dieser entsprechend verschlankt und umgebaut werden. „Gleiche Sachverhalte werden derzeit in den vier verschiedenen Betrieben unterschiedlich ausgelegt und gehandhabt.“ Unterschiedliche Controlling-Kennzahlen verhindern beispielsweise einen klaren Vergleich der erbrachten Leistungen. Es müsse auch klar definiert werden, wer wofür zuständig und verantwortlich ist – die Landesregierung für die politischen Vorgaben, die Landesabteilung Gesundheit für Governance und Controlling sowie der Sanitätsbetrieb für die strategische und operative Umsetzung.

Landesrätin Martha Stocker brachte auch zur Diskussion, ob der Gesundheitsbetrieb weiterhin in vier Bezirken organisiert oder auf drei verringert werden solle, „wobei beide Varianten entsprechende Vor- und Nachteile haben.“ Die SVP-Leitung sprach sich nach ausgiebiger Debatte dafür aus, die Aufteilung in vier Bezirke beizubehalten. Bezüglich der Governance hat Landesrätin Martha Stocker vier Organisationsmodelle vorgestellt, die nun in den nächsten Wochen mit Einbindung der verschiedenen Interessensgruppen diskutiert werden sollen. „Die Vorschläge sollen schließlich zu einer Reform des entsprechenden Landesgesetzes führen, welches der SVP-Leitung zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden wird“, erläuterte Philipp Achammer.

Von: ©ka