Kritik der BürgerUnion

SVP-Familienpolitik: “Zwei weitere eklatante Fehlentwicklungen”

Montag, 06. Juli 2015 | 11:02 Uhr

Bozen – Als weitere Familienpolitische Fehlentwicklung bezeichnet die BürgerUnion die Berechnung des regionalen Familiengeldes von selbstständigen Müttern und Vätern. „Die Landesverwaltung legt das Einkommen für Selbstständige laut Tabellen fest, unabhängig davon, ob dies der Realität entspricht oder nicht. Anschließend wird diesen aufgrund dieses von der Landesverwaltung festgelegten Einkommens das Familiengeld verwehrt, da eben dieses Einkommen zu hoch ist, um in den Genuss des Familiengeldes zu kommen. Ein sozialpolitischer Schildbürgerstreich ohnegleichen“, schreibt der Sprecher für Sozialpartnerschaft und Wirtschaftsfragen, Dietmar Zwerger in einer Aussendung der BürgerUnion.

Es müsse laut BürgerUnion das Recht einer jeden Familie sein, laut ihres effektiven Einkommens bewertet zu werden, und nicht anhand von Tabellen. „Es ist nicht gerechtfertigt, dass Selbständigen grundsätzlich ein Bruttoeinkommen von 24.000 Euro angerechnet wird und sie damit aus verschiedenen sozialen Leistungen des Landes herausfallen. Nicht gerechtfertigt ist jedoch ebenso die Situation, dass ein Kind, das im Wohnheim wohnt, nicht mehr für die Berechnung des Mietbeitrages berücksichtigt wird. Wie bei den Selbstständigen entstehen auch hier Situationen, welche die graue Theorie über die Realität siegen und die Familien verlieren lässt“, fügt die Landessprecherin der BürgerUnion, Josefa Brugger hinzu.

„Die BürgerUnion und mit ihr alle Südtiroler Familien sind von der SVP seit Jahren eine Familienpolitik gewohnt, die an den Bedürfnissen der Familien vorbei zielt. Diese beiden eklatanten Fehlentwicklungen reihen sich leider in eine riesige Anzahl von realitätsverweigernden Maßnahmen gegen Südtirols Familien, angefangen beim unsäglichen Familiengesetz. Die BürgerUnion wird jedoch nicht müde werden, sich für Südtirols Familien stark zu machen und gegen solche Fehlentwicklungen vorzugehen“, schließen Brugger und Zwerger ihre gemeinsame Aussendung.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen