„Eine Verkürzung der Arbeitszeit für Kindergärtnerinnen darf sich nicht negativ auf das Betreuungsangebot auswirken"

SVP: Gemeinsam mit Eltern nach Lösungen suchen

Montag, 27. Juni 2016 | 20:20 Uhr

Bozen – In der Diskussion um die Reduzierung der Arbeitszeit für die Kindergärtnerinnen regt die SVP-Landesfrauenreferentin und Kammerabgeordnete Renate Gebhard an, trotz der notwendigen Entlastung der Mitarbeiterinnen auch den verschiedenen Bedürfnissen der Eltern Rechnung zu tragen. „Grundsätzlich gilt, alle Investitionen in Kinder und Familie, in Betreuungsangebote und frühe Bildungsmaßnahmen – finanzieller und organisatorischer Natur – sind eine Investition in unsere Zukunft.“

„Eine Verkürzung der Arbeitszeit für Kindergärtnerinnen darf sich nicht negativ auf das Betreuungsangebot auswirken: Nicht alle berufstätigen Eltern haben die Möglichkeit, sich am Freitagnachmittag frei zu nehmen – die Leidtragenden wären letztendlich die Kinder", erklärt Renate Gebhard in Zusammenhang mit der angedachten Lösung zur Reduzierung der Arbeitsbelastung für die Pädagoginnen. Ein Konflikt zwischen im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft tätigen Eltern sei in der aktuellen Diskussion auf jeden Fall zu vermeiden.

Renate Gebhard begrüßt das Versprechen von Landesrat Philipp Achammer, dass es nur dort zu Reduzierungen der Öffnungszeiten kommen werde, wo die Eltern sich anders organisieren können und so damit einverstanden sind. „Als eine der möglichen Kompromisslösungen käme dabei in Frage, dass je nach Notwendigkeiten der Eltern eine Kindergartensektion einen Betreuungsdienst auch am Freitagnachmittag garantiert – und die andere oder die anderen früher schließt bzw. schließen.“

In den sicherlich anstehenden Befragungen und Diskussionen um das Angebot der Kindergärten am Freitagnachmittag bzw. die konkrete Handhabe liege es nun auch an den Eltern, ihre Bedürfnisse mitzuteilen, appelliert Renate Gebhard. „Gemeinsam gelingt es mit Sicherheit, eine Lösung zu finden, welche die Kindergärtnerinnen entlastet und gleichzeitig den verschiedenen Bedürfnissen der Familien entgegenkommt.“

Von: ©ka