Klausur

SVP sorgt sich um Privateinnahmen

Montag, 20. Juli 2015 | 12:00 Uhr

Bozen – Der Schuldenberg der SVP ist zwischen 4,3 und 4,5 Millionen Euro hoch. Gleichzeitig ist für das Edelweiß nicht die Tilgung der Schulden die große Herausforderung, sondern vielmehr die Sicherung der privaten Einnahmen. Immerhin läuft die öffentliche Parteienfinanzierung im Jahr 2017 aus, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Noch in dieser Woche soll ein Maßnahmenpaket geschnürt werden, das von der Parteileitung voraussichtlich am 27. Juli verabschiedet wird. Wie dieses Paket aussieht, darüber hüllt sich Obmann Philipp Achammer in Schweigen.

Zu den Privateinnahmen zählen die jährlichen Mitgliedsbeiträge, die Solidaritätsbeiträge der Mandatare, die zwei Promille bei der Steuererklärung und Parteispenden. Nachdem im Herbst 2014 ein Sanierungsplan unter EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann erstellt wurde, konnten die Parteischulden mit dem Verkauf des Cafès „Brennpunkt“ in Bozen und des SVP-Sitzes in Bruneck sowie der Reduzierung des Mitarbeiterstabes unter die Fünf-Millionen-Schwelle gedrückt werden.

Trotzdem gibt es Einbußen bei den Einnahmen, weil die Anzahl der Mitglieder
von rund 50.000 auf unter 40.000 gesunken ist. Ausgeglichen werden konnte dies dadurch, dass der Mitgliedsbeitrag von zehn auf 15 Euro angehoben wurde, wie auch Achammer laut „Dolomiten“ bestätigt.

Ein zweites Problem bei den festen Einnahmen ist der Solidaritätsbeitrag der Gemeindereferenten, da die Ausschüsse nun verkleinert wurden.

Zuversichtlicher ist Achammer in Zusammenhang mit den Zwei-Promille bei der Steuererklärung.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen