Grüne: "Tempo 100 auf Autobahnen sorgt für bessere Luft"

Tempolimit auf A22: “Brixens BM Brunner ist schlecht informiert”

Mittwoch, 30. September 2015 | 15:43 Uhr

Brixen – Brixens Bürgermeister Brunner hat sich heute auf RAI-Südtirol in Sachen Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Brennerautobahn skeptisch gezeigt. Tempo 100 sei abzulehnen, vor allem auch, weil damit verbundene Staus die Luftqualität wieder verschlechtern würden.

„Brixens Stadtoberhaupt ist schlecht informiert“, merken die Grünen in diesem Zusammenhang in einer Aussendung an.

„Tempo 100 ist zwar kein Allheilmittel, sorgt aber allemal für eine Reduzierung von Stickstoffdioxid um fünf bis  zehn Prozent. Dies ist umso nötiger, da Dieselfahrzeuge der Euro-5-Klasse offenbar größere Dreckschleudern sind, als dies Autokonzerne wie VW vormachen wollten. Auch eine allfällige Staugefahr ist gering, sorgt doch eine gleichmäßige Geschwindigkeit von 90 bis 100 km/h weit eher für verflüssigten Verkehr als für Kolonnenbildung. Tirol führt mit dem im November 2014 eingeführten „Lufthunderter“ vor, dass Tempo 100 gute Erfolge bringt“, so die Grünen.

„Energische Schritte sind umso notwendiger, als die Stickoxid-Grenzwerte bereits jetzt regelmäßig überschritten werden. Der nahende Winter hüllt die Täler an der Autobahn wieder in eine Abgasglocke – mit sprunghaftem Anstieg von Asthma, Erkältungs- und Kreislaufkrankheiten; Tempo 100 wäre ein weiterer Schritt dagegen. Bürgermeister Brunner sollte sich seinen Kurtatscher Amtskollegen zum Vorbild nehmen, der den Ernst der Lage weit besser erkannt hat“, heißt es abschließend.

Von: ©lu