Gutachter werden erneut angehört

Tod von Werner Hofer: Prozess zieht sich in die Länge

Donnerstag, 09. April 2015 | 09:52 Uhr

Bozen – Der Prozess rund um den Tod von Werner Hofer am Virgl droht, sich weiter in die Länge zu ziehen. Laut einem Berichter der Tageszeitung Alto Adige hat der Richter die kommende Verhandlung auf 12. Mai angesetzt.

Dabei sollen sowohl die Gutachter der Anklage als auch der Verteidigung angehört werden, die sich vor allem mit der Todesursache befasst haben. Dadurch soll noch einmal der genaue Hergang der Schlägerei geklärt werden, die zur Tragödie führte. Im Mittelpunkt der Analyse steht dabei die innere Blutung, die Hofer letztendlich zum Tod verurteilt hat.

Wie berichtet, hatte Michele Calculli mit einem Brecheisen auf Hofer mit extremer Kraft eingeschlagen. Calculli wurde Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Das erste Verfahren endete ohne Urteil, da Richterin Silvia Monaco verlangte, dass die Anklage in vorsätzliche Tötung umgewandelt wird.

Aufgrund eines Gutachtens musste der Vorwurf allerdings erneut auf Körperverletzung mit Todesfolge abgeändert werden. Laut Gutachten wurde Hofer von einem einzigen Schlag auf die Schulter getötet. Demnach könne man Calculli keine Tötungsabsicht vorwerfen, da er nicht mit den verheerenden Folgen dieses einzigen Schlages konnte.

Außerdem war Hofers Gesundheitszustand bereits angeschlagen, da er seit Längerem unter Leberzirrhose gelitten hatte.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen