Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen

Tödlicher Arbeitsunfall: Firmenchefs verurteilt

Donnerstag, 16. April 2015 | 12:05 Uhr

Bozen – Es war ein Arbeitsunfall mit tragischem Ausgang: Ein Stromschlag von 30.000 Volt hat Majlind Dizdari aus Albanien im Oktober 2010 auf der Baustelle in Unterreinswald getötet. Gestern wurden laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten die beiden Firmeninhaber Reinhard Reinstaller und Renzo Piran wegen fahrlässiger Tötung zu je sieben Monaten bedingter Haft verurteilt.

Zu dem Unfall war es laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten im Rahmen von Arbeiten gekommen, bei denen die Straße verbreitert wurde. Dizdari bediente den Schlauch, aus dem per Pumpe der Beton aus dem Betonmischer auf die Baustelle gepumpt wurde. Allerdings geriet der Greifarm der Pumpe zu nahe an eine 30.000-Volt-Mittelspannungsleitung. Der 30-Jährige war innerhalb von Sekunden tot.

Während Reinstaller Dizdaris damaliger Chef war, ist Piran der Chef jener Firma, die den Beton geliefert hat. Reinstaller wurde vorgeworfen, seinen Arbeiter nicht richtig instruiert zu haben. Piran soll es unterlassen haben, während der Arbeiten für eine Stromabschaltung zu sorgen bzw. seinen Fahrer zu unterrichten, wie er den Betonmischer zu parken habe.

Valter Molon, Amtsdirektor des Straßendienstes Salten-Schlern, wurde hingegen vom Vorwurf, keinen Sicherheitskoordinator ernannt zu haben, freigesprochen. Ein Sicherheitskoordinator ist in einem solchen Fall laut Gericht nicht nötig.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen