Fehlende Sicherung als schwerwiegend eingestuft

Tödlicher Rodelunfall: Verschärfte Anklage

Mittwoch, 17. Juni 2015 | 15:28 Uhr

Sexten – Statt eines Schlussstrichs wurde die Anklage verschärft. In Zusammenhang mit dem tödlichen Rodelunfall in Sexten am 1. März 2012, bei dem ein 14-Jähriger aus Rom ums Leben gekommen war, wurde gestern – anders als erwartet – kein Urteil gefällt. Stattdessen müssen sich Mark Winkler, Direktor der Sextner Dolomiten AG, und der Sicherheitsbeauftragte Rudolf Egarter vor Gericht weiter wegen fahrlässiger Tötung verantworten, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Gemeinsam mit einer Gruppe von Jugendlichen, mit denen er sich zum Wintersportausflug aufhielt, fuhr der 14-jährige Romano Campiti über die Rodelbahn Rotwand ab. Dabei kam er von der Piste ab und prallte gegen einen Baum, nachdem er einen steilen Abhang hinuntergestürzt war. Für den Jugendlichen kam jede Hilfe zu spät.

Erschwerend wirkt sich nun auf die Anklage der Umstand aus, dass die Rodelbahn-Verantwortlichen laut Staatsanwaltschaft keine zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an der Bahn getroffen hätten – und das, obwohl nur wenige Tage vor dem tödlichen Unfall an derselben Stelle bereits ein Rodler gestürzt sei.

Die Verhandlung wurde auf den 13. Oktober vertagt.

Von: ©mk

Bezirk: Pustertal