Der Fall ist Aufreger der Woche

Tote Kröte: Tierschützer stellen Strafanzeige

Donnerstag, 07. Juli 2016 | 09:33 Uhr

Bozen – Die von zwei Südtiroler Jugendlichen getötete Kröte ist weiter Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Im Kommentarbereich von Südtirol News wird der Fall von manchen Lesern heruntergespielt und als Jugendsünde abgetan. Es gebe schließlich viel größere Probleme auf der Welt als eine tote Kröte. Andere meinen hingegen, dass Tierquälerei auf jeden Fall bestraft gehört. Gewalttaten gegenüber Tieren seien als Anzeichen einer psychischen Störung zu werten. Bei Tieren fange es an, bei Menschen gehe die Gewaltauslebung weiter.

Wie berichtet, ermittelt die Post- und Kommunikationspolizei Bozen gegen die beiden Burschen, die ihre Tat auf Video festgehalten und in den sozialen Medien veröffentlicht haben.

Medienberichten zufolge hat nun auch der Südtiroler Tierfreundeverein über Rechtsanwalt Rudolf Benedikter Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Tötung eines Tieres gestellt. Die Tierschützer fordern Staatsanwaltschaft und Quästur auf, Ermittlungen zur Ausforschung der Täter aufzunehmen und die Strafverfolgung von Amts wegen einzuleiten.

WAS BISHER BERICHTET WURDE (6.7.2016)

Jene beiden Jugendlichen, die wohl aus der Umgebung von Bozen stammen und kürzlich eine Kröte quälten und töteten, könnte das Lachen bald vergehen.

Die Post- und Kommunikationspolizei hat nämlich Ermittlungen gegen sie von Amts wegen aufgenommen. Es droht eine Haft- bzw. hohe Geldstrafe.

Bekanntlich hatten die beiden Jugendlichen eine Erdkröte auf grausame Weise gequält und schließlich getötet. Von ihrer Schandtat haben die sie auch noch ein Video gedreht und auf Facebook hochgeladen.

Laut Inspektor Ivo Plotegher können im Strafgesetzbuch 2 Artikel angewandt werden: Artikel 544-bis und Artikel 544-ter. In Artikel 544-bis heißt es: Wer ohne Notwendigkeit und aus Grausamkeit ein Tier tötet, wird mit drei bis 18 Monaten Haft bestraft. In Artikel 544-ter hingegen steht: Wer ein Tier aus Grausamkeit und ohne Notwendigkeit verletzt, wird mit drei bis zwölf Monaten Haft bestraft oder mit einer Geldstrafe von 3000 bis 15.000 Euro.

BISHER

Zwei Jugendliche, die aus Bozen und Jenesien stammen, haben sich dabei gefilmt, wie sie einen Frosch zu Tode quälten. Das Video, das anschließend auf Facebook landete, erntete einen regelrechten Shitstorm. Nun droht den Jugendlichen von mehreren Seiten eine Anzeige.

Das Video ist nichts für schwache Nerven. Der Lurch wurde gnadenlos mit einer Zigarette und mit Stöcken gequält. Einer der Jugendlichen trat sogar auf den Frosch drauf und stieß ihn umher, während man im Hintergrund Gelächter und höhnische Kommentare hören kann.

Viele, die das Video im Internet gesehen haben, reagierten empört. Wie respektlos mit dem Lebewesen umgegangen wird, ist in der Tat schockierend.

Bereits mehrere Personen drohten damit, diesen Vorfall von Tierquälerei anzuzeigen.

Von: ©mk/luk

Bezirk: Bozen, Salten/Schlern